Huldigungen waren immer sehr feierliche, durch ein besonderes Zeremoniell ausgezeichnete Anlässe. Sie dienten aber nicht nur dazu, gegenü- ber dem Fürsten das Treuegelöbnis abzulegen, sondern auch, durch einen Volksvertreter die ver- brieften Volksrechte anzumahnen. Schädler fügt seiner Arbeit noch einen «Auszug aus den Musterrollen und Bürgerregistern» des Jahres 1718 an, welche den Huldigungsprotokollen jeweils beigefügt wurden. Eine vollständige Wie- dergabe dieser Register würde dem Familienfor- scher wertvolle Hinweise bieten, sind darin doch neben den Familiennamen auch die Vornamen und oft der Beruf und andere Hinweise auf die Person angeführt. Für Vaduz und Triesen ist diese Wiedergabe durch Fridolin Tschugmell bereits ge- schehen.159 KARL VON IN DER MAUR Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürsten- tum Liechtenstein, Band 14, S. 5 bis 10 In dem Nachruf auf Carl von In der Maur entwirft Albert Schädler ein kurzes Lebensbild des Verstor- benen. Herkunft, Ausbildung und die Leistungen In der Maurs als Landesverweser werden geschildert. Dabei werden seine «autokratisch angehauchten Anschauungen» nicht verschwiegen. LIECHTENSTEINISCHE VOLKSBRÄUCHE UND VOLKSSAGEN Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürsten- tum Liechtenstein, Band 16, S. 73 bis 124 Die Arbeit stellt die erste Sammlung liechtensteini- scher Sagen, Bräuche und überlieferter Formen von Aberglauben dar. Der liechtensteinische Landesschulrat hatte die Lehrer160 veranlasst, ihre Konferenzarbeiten vom Jahre 1915 dem Thema «Sagen und Volksbräuche» zu widmen. Es konnte dadurch erstaunlich viel ein- schlägiges Material beigebracht werden, das dann durch Dr. Albert Schädler gesichtet und zur Veröf-fentlichung 
für das Jahrbuch des Historischen Ver- eins bearbeitet wurde. Des weiteren benützte Schädler die «Beiträge zur deutschen Mythologie» und «Die Sagen Vorarlbergs» von F. J. Vonbun (1824-1870), in denen auch verschiedene Liechten- steiner Sagen enthalten sind. «Die Sagen Vorarl- bergs» erschienen in einer ersten Auflage schon im Jahre 1847 bei Wagner in Innsbruck. BEITRÄGE ZUR GESCHICHTE DER PFARREI ESCHEN Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürsten- tum Liechtenstein, Band 17, S. 25 bis 60 Im Jahre 1838 wurde im Zuge der Säkularisation das Kloster Pfäfers aufgehoben, und der Besitz fiel an den Kanton St. Gallen. Da die Pfarrpfründe Eschen schon seit dem frühen 14. Jahrhundert zum Stift Pfäfers gehört hatte, übergab der Kanton St. Gallen im Jahre 1842 alle die Pfarrei Eschen be- treffenden Urkunden aus dem Kloster Pfäfers dem Regierungsarchiv in Vaduz. Im ersten Teil seiner Arbeit bringt Albert Schäd- ler Regesten dieser Urkunden zur Veröffentlichung. Sie geben ein gutes Bild von der Wechselbeziehung der Eschner Pfründe zum «Mutterhaus» Pfäfers. Die im Ganzen 118 bearbeiteten Urkunden er- strecken sich vom Jahr 1305 bis 1820. Aus dem Regierungsarchiv in Vaduz stammen weitere 27 Urkunden aus der Zeit von 1830 bis 1843, von denen Albert Schädler ebenfalls Rege- sten anlegte. Ihr Inhalt bezieht sich vorwiegend auf das in Liechtenstein befindliche Pfäferser Kloster- vermögen einerseits und das Pfrund- und Kirchen- vermögen der früher zum Kloster gehörenden Pfar- rei Eschen andererseits. Über dieses Vermögen wurde am 29. September 1840 zwischen den Re- gierungen des Kantons St. Gallen und Liechten- steins ein Übereinkommen abgeschlossen. 148
        

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