Der Rheineinbruch im Jahre 1927 bei Schaan. Fachleute haben die von der Eisenbahnbrücke und dem Bahndamm ausge- henden Gefahren schon früh erkannt. Der Bahn- damm leitete die Wasser- massen bis ins Dorf Schaan hinein Balzers nach Sargans -, wenigstens bei Vaduz nach Sevelen durchzusetzen. Noch im Juni 1869 hatte eine Landtagsabordnung unter seiner Leitung dem österreichischen Handelsminister von Plener die diesbezüglichen Wünsche vorgetragen und sie auch noch schriftlich überreicht. Doch vergebens. Es fehlte nämlich die Unterstützung durch den Landesfürsten,121 aufweichen sein damaliger Bera- ter Graf von Westphalen122 den entsprechenden Einfluss ausübte.123 Zehn Jahre vergingen, bis das Thema «Eisen- bahn» in Liechtenstein von neuem aktuell wurde. Den Anlass dazu bot der Beginn des Baues der Arl- bergbahn in den Jahren 1881/82. Diese sollte durch den Anschluss an die «Vereinigten Schwei- zerbahnen» eine internationale Bedeutung in der Durchquerung Europas von Osten nach Westen er- langen. Nun war aber der bestehende Anschluss in Buchs unbestreitbar ein schwacher Punkt. So schrieb die Wiener «Presse» am 22. Februar 1882:124 «Der jetzige Anschluss in Buchs ist aber seiner ganzen Anlage nach ein verfehlter zu 
nennen. Derselbe erfolgt in einer Kurve nach Nor- den, während die Hauptverkehrsrichtung nach dem südlichen Knotenpunkte Sargans geht. Die ho- hen Bahndämme, welche diese Kurve bilden, kom- men einer förmlichen Talsperre gleich und sind bei Inundationsgefahr125 sowohl für die Bahn als auch für die angrenzenden Ortschaften sehr verhängnis- voll».126 ... «Die topographische Situation weist ent- schieden auf den natürlich gegebenen Knotenpunkt Sargans hin. Sargans schneidet als Kreuzungsstati- on die Rheintallinie und die Verkehrslinie Chur - Zürich und ist damit berufen, den Verkehr der Arl- bergbahn nach der Ost- und Zentralschweiz wei- terzuführen». Und die Wiener «Deutsche Zeitung» schrieb zum selben Zeitpunkt: «Die Arlbergbahn würde damit ihren Verkehr ca. 16 km länger auf dem eigenen Bahnnetz festhalten können...». Die Situation schien also für Liechtenstein die günstige Aussicht zu bieten, doch noch die Weiterführung der Bahnlinie von Schaan über Vaduz - Triesen - Balzers direkt nach Sargans zu erhalten. Ein Eisen- bahnkomitee, das sich die Verwirklichung dieser 134
        

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