Für Ihre, dem Lande geleisteten langjährigen treu- en und aufopferungsvollen Dienste spreche ich Ihnen Meinen wärmsten Dank aus und wünsche von Herzen, dass Sie sich im Bewusstsein treuer- füllter Pflicht eines von Gott gesegneten noch recht langen Lebens erfreuen werden. Karl Prinz Liechtenstein Johann» Mit aufrichtigstem Bedauern habe loh erfahren, daß Sie naoh 37Jiihrtgem Wirken tff. öjfentlio'nen Leben des Landes Ihre Stelle als Landtagspräsident and das Mandat als fürstlicher Abgeordneter niedergelegt haben. Für Ihre, dem Lande geleisteten langjährigen treuen and aufopferungsvollen Dienste spreche Ich Ihnen Meinen wärmsten Dann aus 
und wünsche von Berzen, daß Sie 
sich 11 Bewußtsein treuerfüllter PfUaht eines von Qoti gesegneten noch recht langen Lebens erfreuen werden. W i am 1919. Schreiben Fürst Johann II. an Sanitätsrat Dr. Albert Schädler anlässlich seines Rücktritts als Landtagsprä- sident im Jahre 1919 
WEDER SIECHENHAUS NOCH KRANKENHAUS Im Jahre 1884 wurde der Bau eines «Landeshospi- tals» plötzlich wieder aktuell. Zwei Vorstösse in dieser Richtung waren bereits in den Jahren 1861/62 und 1867/69 gescheitert.59 Das erste Pro- jekt, von Carl von Hausen quasi als Morgengabe zu seinem Amtsantritt als Landesverweser gedacht, fiel in eine politisch ungünstige Zeit, da der Fürst die Verwirklichung dieses Projektes von der Zu- stimmung des Landtags, welcher aber noch nicht einmal konstituiert war, abhängig machte. Es wur- de dann auch gar nicht mehr weiter verfolgt. Das zweite Projekt lancierte Landtagspräsident Dr. Karl Schädler und wurde sowohl vom Fürsten als auch vom Landesverweser unterstützt, da man sich an höherer Stelle durchaus klar über die unhaltbare Lage der armen und alten kranken Menschen war. In der Regierungsvorlage60 zur Landtagssitzung vom 8. Mai 1867 schreibt von Hausen: «...solche unglückliche Geschöpfe (Alte, solche mit geistigen und körperlichen Gebrechen) werden rücksichtlich ihrer Verpflegung von Jahr zu Jahr vergantet, wobei aus begreiflichen Gründen bloss darauf gesehen wird, die Verpflegungsgebühr möglichst herabzudrücken... Auch Seine Durch- laucht anerkannten... das Bedürfnis der Errichtung eines Krankenarmenhauses.» Die Formulierung «Krankenarmenhaus» weist auf die bei uns noch im letzten Jahrhundert enge Verknüpfung von Arm-sein und Krank-sein hin. Im 19. Jahrhundert fand der Kranke in der Öffentlichkeit erst Beachtung, wenn er durch seine Krankheit erwerbsunfähig und damit zum Armen geworden war und dieser dann der öffentlichen 122
        

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