DR. MED. ALBERT SCHÄDLER 1848 BIS 1922 RUDOLF RHEINBERGER Vaterlands-Hymne Auf Brüder allzumal Lasst über Berg und Tal Schallen das Lied Für unser Heimatland Wo unsre Wiege stand Für unser Vaterland Das Herz erglüht. Dir Landesvater treu Stets unsre Losung sei Heil unserm Fürst! Gott Deine Vaterhand Erhalte Fürst und Land Und schling der Liebe Band Um Volk und Fürst. Du lieblich Liechtenstein Es strahlt dein Bild im Rhein Firnenumkränzt. Der Berge Waldespracht Von Felsen überdacht Des Landes schönste Wacht Das Tal begrenzt. Die hehre Alpenpracht Zum hohen Sternenzelt Sich kühn erhebt. Der Quell dem Fels entspringt Der Aar in Lüften schwingt Der Älpler lustig singt Wie neu belebt. Nicht Reichtum uns erblüht Dennoch nicht von uns flieht Frieden und Glück. Denn als die schönste Zier Die Arbeit lieben wir Dass Segen für und für Gott zu uns schick. 
Fern von der Waffen Grau'n Einzig auf Gott vertraun Sei unser Ziel. Möge er gnädig sein Dem Lande Liechtenstein Stets uns von Not befrein Im Sturmesspiel. Ein friedlich stilles Land Du liebes Heimatland Bleib immerdar So lang der Rhein uns fliesst Und Gott uns Schützer ist Sei herzlich Du gegrüsst Innig und wahr. Lieb Treue schwören wir Mit Herz und Hand stets Dir Du Heimatland. Dir schalle froh Gesang Beim frohen Becherklang Den Berg das Tal entlang Mein Väterland. Vaduz, 20. Juli 1879 für das Vaduzer Sängerfest. Zu vielen öffentlichen Anlässen wurde Albert Schädler als Redner gebeten, sei es aus Anlass der grossen Landesausstellung vom Jahre 1895 in Va- duz, der Anwesenheit des Landesfürsten im Som- mer 1896, beim Sängerfest in Balzers im Mai 1901 sowie bei zahllosen anderen Gelegenheiten. Albert Schädler war sehr musikalisch und trieb auch pri- vat gerne Musik. Noch im Alter erinnerte er sich daran, wie er als Gymnasiast in Feldkirch im Jahre 1859 begeistert der Regimentsmusik der aus Italien zurückkehrenden Truppen lauschte und bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal den Radetzkymarsch von Johann Strauss hörte.37 Er hatte schon in sei- ner Gymnasialzeit in Mehrerau Klavier- und Violin- unterricht genossen. Über die Brüder Schädler als 37) siehe «Chronik», S. 10. 115
        

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