DAVID BOHLER & OSWALD BÖHLER, R'ECHTSAGENTEN MAUREN (LIECHTENSTEIN) POSTCHECKKONTO II 
TELEPHON St in dl« "'-« * »F«l 
la3S- fkröeitensaft»!* t der ;iaictj.tachec üctleidu^roAcriLe ^.ü., tt B u r B a Bsohdss in den letston 14 Tagen dl« i.eietan<> bei den Asiaten Kräftan bedeutend gestiegen iot, wuri« haute die Lonn- ira^t vor^Brt,-eiieD(l ^era^elt. VorauasatEUUg iot, daS sieh die Arbeiterschaft oeiter yistraa^, dis Loietuag su veroehrenr Bei dieses Änluaae etalle ich ieat, daü aich einige durch ein freettrs Ücnohxca be*ri.c:;e êr̂desa auaseiohaen, Ss ißt allen Arbeiten: geatettet, STiinscbe unu ;e- tlaastioaea bei i3o:rr. .lehnet 1* '̂irs&a oder bei air vorBü- brin^en. '-lizhl ^astttttet ut, iz Bötrieüs eelbat yaac auê- hobolt, wie ea bisher vor£,"-!:om::e:. :9l, Jen .iŷid E.i aerraiSefl tinc aacnrc.'. &ia narciLU.a '.rbeiter. z-,: atDroc. :!err Uohttols ',arü'i vüc uaa-.:itr3(;'., je3%a dtoieb̂ü Vorgehen sii ^ntiuaüC-i. :.?Tsilti&i\ 
..t'-iaäc -Li dimdor: und ich «erde sibörsschai, i-j. diese seina .^rdaun^en aueb respa^i^ii-v wolder.. ,'amer ^erüeü Detriobaaciiiidîeada ^hiaplereiaE etiler üa= betrieb ebynlaiio ü'. soioriijß:' rotiiia^iin.. bereinigt. Dar V eriiüi tan^zr>xt: Ein Anschlag des Verwal- tungsrates der Rheinta- lischen Bekleidungswerke AG, Mauren, vom April 1936(38?) an die Arbei- terschaft illustriert, in welchem Ton die Unter- nehmer von ihrer Macht Gebrauch machten: «Nicht gestattet ist, im Betriebe selbst ganz unge- hobelt, wie es bisher vorgekommen ist, den Mund zu zerreissen und dadurch das normale Arbeiten zu stören. Herr Eichholz wurde von mir beauftragt, jedes solches Vorgehen mit Entlassen in derselben Stunde zu ahn- den und ich werde über-wachen, 
dass diese meine Anordnungen auch re- spektiert werden. Ferner werden betriebsschädigen- de Schimpfereien ausser dem Betrieb ebenfalls mit sofortiger Entlassung bereinigt.» 
grund stellte,23- wurde in den Statuten des Arbeite- rinnenvereines der Förderung des geistig-morali- schen Wohles der Arbeiterinnen ein mindestens eben so hoher - wenn nicht höherer - Stellenwert zuerkannt als ihrem wirtschaftlichen Wohl. Diese unterschiedliche Gewichtung wie auch die konkreten Zielsetzungen des Vereines geben Auf- schluss über dessen Frauen-, beziehungsweise Ar- beiterinnenbild. Die starke Einbindung in den katholischen Glau- ben, die geselligen Anlässe, aber auch die verlangte strikte Disziplin im Verein253 deuten darauf hin, dass man glaubte, die «Fabrikmädchen» bedürften eines gewissen religiösen und moralischen Haltes, respektive einer gewissen Führung. Hier scheinen die im vorherigen Kapitel erwähnten Vorstellungen über die Fabrikarbeit auf, gemäss denen die Fa- brikarbeit mit einer Gefahr für die Moral der Frauen, ja für das weibliche Wesen schlechthin verbunden sei.254 In diesem Zusammenhang erhält die Forderung nach allseitiger hauswirtschaftlicher Ausbildung der Fabrikarbeiterinnen ihren Sinn: Trotz der Fabrikarbeit sollte die Vorbereitung der Frauen auf ihre <«Bestimmung» (die Aufgabe im häuslichen Bereich) nicht vernachlässigt werden, da nach den ländlich-katholisch geprägten Vorstel- lungen die Fabrikarbeit keine längerfristige Le- bensperspektive für Frauen bot. Anliegen des Vereines hätte demnach nicht nur die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Ar- beiterinnen sein sollen, sondern zu einem gewich- tigen Teil auch die gesellschaftliche Einbindung der Fabrikarbeiterinnen in den ländlich-patriar- chalischen, religiösen Lebenszusammenhang auf- rechtzuerhalten, um damit den Widerspruch zwi- schen weiblicher Rollennorm und der wirtschaft- lichen Notwendigkeit der Frauenlohnarbeit zu entschärfen. Ob nun der Verein, trotz anfänglich grossen Echos, aufgrund nachlassenden Interesses der Arbeiterin- nen - vielleicht teils auf familiären Druck hin - nie Bedeutung erlangte, oder ob Vereinsziele wie ge- rechter Lohn, Schutz in der Berufstätigkeit und Rechtsschutz, Druck von seiten der Arbeitgeber- schaft hervorrief, bleibt im dunkeln.255 60
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.