LIECHTENSTEINISCHES LANDESMUSEUM 1993 Am 30. und 31. Oktober 1993 wurde das Haus der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Rund 2000 Be- sucher nutzten diese Gelegenheit; das Echo war durchwegs sehr positiv. RESTAURIERUNGSARBEITEN Grosses Augenmerk galt und wird auch zukünftig den Restaurierungsarbeiten von Sammlungsobjek- ten des Liechtensteinischen Landesmuseums gel- ten. Aus allen Bereichen der Museumssammlung wurden Objekte einer musealen Restaurierung zu- geführt. Die Arbeiten konnten grösstenteils in der museumseigenen Restaurierungswerkstatt durch- geführt werden. Besonders erwähnt seien die goti- sche Grabplatte aus Eschen und ein Kruzifix aus Gamprin (Oberbühl). Mit finanzieller Unterstützung seitens der Denk- malschutzkommission war es dem Museum mög- lich, Kopien dieser bedeutenden, aber durch Umwelteinflüsse immer mehr gefährdeten Werke anzufertigen. Die Originale wurden durch Kurt Scheel aus Feldkirch vorbildlich restauriert; ebenso fertigte er unter Mithilfe des Museumspersonals die Kopien an. Die Originale werden in der Museums- sammlung verwahrt. Kurt Kihm, Winterthur, führte Restaurierungsarbeiten an den spätromanischen Freskofragmenten der Pfarrkirche Bendern durch. Eines davon wurde abgelöst, konserviert und der Museumssammlung zugeführt. Mehrere Restaurie- rungsarbeiten am Mobiliar wurden durch Thomas Müssner unter Anleitung des Restaurators Kurt Scheel durchgeführt und abgeschlossen. ANKÄUFE, ZUWENDUNGEN, BIBLIOTHEK Der Ausbau und die Betreuung der Sammlungen stellt eine der zentralen Aufgaben eines Museums dar. Dem gezielten und unermüdlichen Ausbau der eigenen Sammlung des Liechtensteinischen Lan- desmuseums kommt deshalb eine hohe Bedeutung zu. Von Anbeginn an wurden die Sammlungen zu sehr auf Leihgaben aufgebaut, was sich zusehends 
durch mehr oder weniger willkürliche Rückzugs- absichten seitens vieler Leihgeber zum Problem für die Objekte selber wie für das Liechtensteinische Landesmuseum zu entwickeln droht. Die drastische Finanzkürzung im Rahmen der dringenden Sparmassnahmen innerhalb der Lan- desverwaltung, die sich erstmals auch auf das Mu- seumsbudget 1993 massiv auswirkte, zeigt beson- ders auf diesem Sektor Wirkung. Es wird zuse- hends schwieriger, auf konkrete Angebote zielfüh- rend reagieren zu können. So stellt sich der Sammlungszuwachs für 1993 dem- zufolge mit 35 Objekten, darunter zahlreichen Schenkungen, als eher bescheiden dar. Die Mu- seumsbibliothek weist neben mehreren Fachzeit- schriftenabonnements insgesamt 28 Neuzugänge auf. In Übereinkunft mit dem Historischen Verein wur- de die bis anhin durch das Landesmuseum be- treute Bibliothek des Historischen Vereins an die- sen zurückgegeben. Sie wird inskünftig durch die Geschäftsstelle des Historischen Vereins verwaltet. Im Verlag des Historischen Vereins für das Fürsten- tum Liechtenstein und dem Konrad Theiss Verlag Stuttgart ist 1993 die Dissertation von Elisabeth Castellani-Zahir unter dem Titel: «Die Wiederher- stellung von Schloss Vaduz 1904 bis 1914. Burgen- denkmalpflege zwischen Historismus und Moderne» erschienen. Frau Castellani-Zahir hat in verdan- kenswerter Weise das gesamte Forschungs- und Dokumentationsmaterial zu dieser Arbeit als Depo- situm dem Liechtensteinischen Landesmuseum übergeben, welches damit über sehr reichhaltige und wertvolle Forschungsunterlagen aus dem Be- reich der liechtensteinischen Burgenforschung ver- fügt. Vaduz, 8. Februar 1994 lic. phil Norbert W. Hasler Leiter des Liechtensteinischen Landesmuseums 395
        

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