LIECHTENSTEINISCHES LANDESMUSEUM 1993 Jahresbericht 1993 STIFTUNGSRAT UND MUSEUMSKOMMISSION Stiftungsrat und Museumskommission des Liech- tensteinischen Landesmuseums haben im Berichts- jahr in je zwei Sitzungen insbesondere die derzei- tige Museumssituation, die zukünftige Entwicklung sowie fachspezifische Museumsfragen diskutiert. Die vierjährige Mandatsdauer des Stiftungsrates ist im November 1993 abgelaufen. Die Museumskom- mission wird jeweils für zwei Jahre durch den Stif- tungsrat bestellt. SITUATION LANDESMUSEUM Infolge der baulichen Situation musste das Landes- museum während des ganzen Jahres 1993 ge- schlossen bleiben. Das Schadensbild an den Muse- umsbauten hat im Berichtsjahr - wenn auch mit dem Fortschreiten der Bauarbeiten in der benach- barten Baustelle in reduzierter Form - zugenom- men, was gelegentliche Messkontrollen ergaben. Die Durchführung einer eingehenden Schadens- analyse erschien daher nicht sinnvoll. Diese dürfte im Laufe des Jahres 1994 erfolgen, wenn die Stabili- tät des Geländes wieder gegeben und die sogenann- ten Konsolidierungssetzungen erfolgt sind. Erst dann wird es möglich sein, sich ein Bild über das definitive Ausmass der Schäden zu machen und über ein Sanierungsprogramm und damit verbun- den das neue Ausstellungskonzept zu diskutieren. MUSEUMSVERWALTUNG Unter den gegebenen Umständen richtete sich die Museumsarbeit zwangsläufig auf interne Fachbe- reiche. Dank dem Entgegenkommen der zuständigen Stel- len bei der Fürstlichen Regierung sowie des Amtes für Personal und Organisation konnten infrastruk- turelle Verbesserungen im Depotgebäude in Trie- sen, in welchem sich seit 1992 die gesamte Mu- seumssammlung und -Verwaltung befinden, durch- geführt werden; dies betrifft insbesondere die Foto-abteilung 
durch den Ausbau des Aufnahmestudios sowie die Labors und die Restaurierungswerkstatt. In den Sammlungsräumen konnte die Depotmög- lichkeit verbessert werden. Mit einem Personalbe- stand 
von 414 Stellen wird die Museumsarbeit in vielen Bereichen, wie Inventarisierung, Katalogi- sierung, Archivierung, Konservierung und Restau- rierung, intensiv weitergeführt. So konnte im Be- richtsjahr die jahrelang geplante Umstellung auf EDV eingeleitet werden, ein Aufgabenbereich, der vornehmlich durch Rita Vogt, wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Liechtensteinischen Landesmu- seum, wahrgenommen wird. Die diesbezügliche fachspezifische Betreuung erfolgt durch lic. phil. Anne Claudel von der Datenbank Schweizerischer Kulturgüter (DSK) in Bern. Thomas Müssner konnte in enger Zusammenarbeit mit den Restauratoren Kurt Scheel, Feldkirch, und Josmar Lengler, Chefrestaurator des Rätischen Mu- seums in Chur, seine restauratorische Aus- und Weiterbildung fortsetzen. Federführend war das Liechtensteinische Landes- museum zusammen mit der Leiterin der Archäo- logie lic. phil. Eva Pepic bei der Herausgabe der Kunstagenda 1994 der Liechtensteinischen Staat- lichen Kunstsammlung, die ganz den Sammlungen Abb. 2: Kunst- und Merk- agenda (1994) der Staat- lichen Kunstsammlung, die den Beständen des Liechtensteinischen Lan- desmuseums gewidmet sind. 393
        

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