Abb. 8: Fläsch/Balzers, Burgruine Grafenberg (Mörderburg). Innenan- sicht der östlichen Palas- mauer im Frühjahr 1993. Abb. 9: Fläsch/Balzers, Burgruine Grafenberg (Mörderburg). Dr. Lukas Högl bei der Ausarbeitung des Schadeninventars im Frühjahr 1993. 
malschutz-Kommission sind die Mauern nach Ab- schluss der Arbeiten mit Erde überschüttet wor- den, so dass eine Konservierung gewährleistet ist und der Verlauf des Mauerwerks im Gelände nach- vollziehbar bleibt. Auch wurden durch beratende Tätigkeit der Ar- chäologie die Zugangsbrücke zur Oberen Burg sa- niert und die Zuständigkeit für laufende Unter- haltsarbeiten geklärt. Nach mehr als zehnjähriger Bau- und Forschungs- tätigkeit konnten im Sommer 1993 die Felssiche- rungs- und Mauerkonservierungsarbeiten auf der Burgruine Schalun/Wildschloss in Vaduz endlich abgeschlossen werden. Die Burgruine auf dem obe- ren Plateau kann nun wieder an ihrem ursprüng- lichen Aufgang von Norden her über eine feuer- verzinkte Stahltreppe betreten werden. Über dem ältesten noch im Originalzustand erhaltenen Mauerwerk wurde in einfacher Stahlbauweise ein Schutzdach (Pultdach) errichtet. Schräggestellte Betonstützen auf dem Nordplateau übernehmen die vertikale und seitliche Stützung des oberen Burgfelsens. Auf schweizerischem Hoheitsgebiet (Gemeinde Fläsch, Kt. Graubünden) liegt die Burgruine Gra- fenberg, auch Mörderburg genannt, die sich im Besitz der Gemeinde Balzers befindet. Da der Zu- stand der Ruine durch natürliche Erosion, Militär- schützenstellungen und Raubgräberei stark gefähr- det ist, war die Liechtensteinische Archäologie be- müht, dem entgegenzuwirken, indem sie Kontakt mit der Denkmalpflege und der Kantonsarchäolo- gie Graubündens aufnahm. In Zusammenarbeit mit dem Burgenspezialisten Dr. Lukas Högl aus Zürich konnte ein Schadeninventar der Ruine ausgearbei- tet werden. Als Ergebnis einer grossen Begehung, an der Vertreter der Gemeinden Fläsch und Bal- zers, der Waffenplatzverwaltung Luziensteig, der Denkmalpflege Graubündens, des Hochbauamtes Liechtensteins und der Archäologischen Dienste Graubündens und Liechtensteins teilnahmen, wur- den Notsicherungsmassnahmen und erste Doku- mentationsarbeiten beschlossen, die den Erhalt dieser interessanten, weitgehend unbekannten Burganlage gewährleisten sollen. 362
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.