HISTORISCHER VEREIN FÜR DAS FÜRSTENTUM LIECHTENSTEIN 1993 Abb. 5: Vaduz, Kreuzung «Alte Landstrasse/Schlies- saweg». Am 30. August 1993 anlässlich von Tief- bauarbeiten zu Tage geförderte alte Brücke. Rheinberger Bleistiftzeichnungen gesichtet und fo- tografiert werden (FamARh H 16). Sie stammen von Landestechniker Peter Rheinberger (1831-1893) und müssen um 1870/72 entstanden sein. In einem Grundriss- und zwei Schnittzeichnungen dokumen- tierte Landestechniker Rheinberger die Florins- kapelle vor dem Abbruch detail- und massstabge- treu. Die erstmals in diesem Bericht publizierten Zeichnungen vermitteln uns wichtige Informatio- nen über den in den Jahren 1873/74 abgetragenen Vorgängerbau der heutigen Pfarrkirche St. Florin. Durch Tiefbauarbeiten der Gemeinde Vaduz im Kreuzungsbereich «Alte Landstrasse/Schliessaweg» wurde eine aus Bruchsteinen gemauerte Brücke an- gegraben, die einst über einen Bach führte, der auf der «Übersichtskarte des Rhein Strohm's längs dem Souverainen Fürstenthum Liechtenstein» von 1842 eingezeichnet ist. Die Archäologie konnte die kleine Brücke freilegen, einmessen und dokumentieren. Die dabei gemachten Funde, vor allem Geschirrke- ramik, verweisen auf das Ende des 19. Jahrhun- derts. Durch das Entgegenkommen der Gemeinde Vaduz konnte die Brücke im Boden belassen und mit Schottererde wieder eingedeckt werden. Bei den Grabungen auf der Oberen Burg Schellen- berg wurde 1961 westlich unter dem Burgfelsen ein mittelalterliches Wirtschaftsgebäude ausgegra- ben. Die dabei freigelegten Mauern waren nicht konserviert worden und sind in der Zwischenzeit vom Pflanzenbewuchs so stark in Mitleidenschaft gezogen worden, dass eine neuerliche Freilegung unumgänglich geworden war. Dabei wurden auch Sondierungen im Innern des Gebäudegrundrisses vorgenommen, die allerdings keine neuen Er- kenntnisse brachten. In Absprache mit der Denk-Abb. 
7: Vaduz, Burgruine Schalun/Wildschloss. Nordplateau nach Ab- schluss der Felssiche- rungs- und Gestaltungs- massnahmen im August 1993. Schräggestellte Betonstützen, Schutzdach über dem ältesten Ruinen- mauerwerk und Rekon- struktion des ursprüng- lichen Treppenaufgangs zum oberen Burgplateau. Abb. 6: Obere Burgruine Schellenberg: Freilegung und Konservierung mittel- alterlichen Mauerwerks westlich am Fusse des Burgfelsens im August 1993. 361
        

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