AMERIKANISCHE MUSIKER ALS STUDENTEN BEI RHEINBERGER / E. DOUGLAS BOMBERGER Anhang KURZBIOGRAPHIEN DER IM TEXT ERWÄHNTEN SCHÜLER ARENS, FRANZ XAVIER (geb. in Neef im Rheinland am 28. Oktober 1852; gest. in Los Angeles am 28. Januar 1932) studierte zuerst bei Johann Singenberger in Milwaukee. Von 1881 bis 1883 studierte er bei Rheinberger Orgel und Kontrapunkt und transferierte dann ans Kon- servatorium in Dresden, wo er bei Jannsen und Wüllner seine Orgel- und Kompositionsstudien ver- tiefte und 1.884 mit einem «Preiszeugnis» ab- schloss. Das «Preiszeugnis» war die höchste Aus- zeichnung, die das Konservatorium verlieh. Später, als er 1891 und 1892 amerikanische Orchester- werke in Deutschland aufführte, zeichnete er sich als Dirigent aus. 1900 lancierte er in New York die People's Symphony Concerts-Serie, die während über fünfzig Jahren Symphoniekonzerte zu gerin- gen Eintrittspreisen zugänglich machte. Nachdem Arens 1920 in Ruhestand getreten war, führte sein Sohn Egmont die populäre Konzert-Reihe weiter. ATHERTON, PERCY LEE (geb. in Boston am 25. September 1871; gest. in Atlantic City, New Jersey, am 8. März 1944) stu- dierte, nachdem er an der Harvard University ab- geschlossen hatte, von 1893 bis 1895 bei Rheinber- ger in München. Nach weiterführenden Studien bei Otis Bardwell Boise in Berlin, Giovanni Sgambati in Rom und Charles Marie Widor in Paris kehrte er in die USA zurück. Obwohl er ein produktiver Kompo- nist war, erlangte er keine grosse Bedeutung. BULLARD, FREDERICK FIELD (geb. in Boston am 21. September 1864; gest. in Boston am 24. Juni 1904) wurde vor allem als Lie- derkomponist bekannt. Er war einer der vielver- sprechendsten Komponisten Amerikas, als er im 
Alter von nur 40 Jahren starb. Zwischen 1888 und 1892 hatte er in München bei Rheinberger studiert. CARTER, CHARLES D. (geb. in Brooklyn, New York, am 25. April 1857; Todesdatum unbekannt) studierte von 1877 bis 1879 am Leipziger Konservatorium. Von 1879 bis 1882 studierte er bei Rheinberger Orgel und Kon- trapunkt an der Königlichen Musikschule in Mün- chen, wo er mit einem «Schluss- und Absolutorial- Zeugniss» abschloss. Anschliessend lebte er in Pittsburgh, Pennsylvania, wo er Rektor des Pitts- burgh Female College wurde. Er komponierte Lie- der für Solisten und Chöre. CHADWICK, GEORGE WHITEFIELD (geb. in Lowell, Massachusetts, am 13. November 1854; gest. in Boston am 4. April 1931 ) war einer der führenden Komponisten seiner Generation und ein Mitglied der Second New England School. Er studierte von 1877 bis 1879 am Leipziger Konser- vatorium, wo er für seine Kompositionen, beson- ders die Ouvertüre «Rip van Winkle», grösstes Lob erhielt. Nach einer kurzen Studienzeit bei Rhein- berger liess er sich als Lehrer und Komponist in Boston nieder. Er lehrte am New England Conser- vatory von 1882 bis zu seinem Tode im Jahre 1931. Ab 1897 stand er dem Konservatorium als Direktor vor. Der produktive Komponist schuf viele Werke, in denen er amerikanische Themen und Weisen verarbeitete, was ihn unter den Komponisten der Second New England School zu einer Ausnahme machte. Trotz dieser Volksnähe verloren seine Kompositionen wie auch die Musik seiner Zeitge- nossen an Popularität. CONVERSE, FREDERICK SHEPHERD (geb. in Newton, Massachusetts, am 5. Januar 1871; gest. in Westwood, Massachusetts, am 8. Juni 331
        

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