FRAUENARBEIT IN LIECHTENSTEIN 1924 BIS 1939 / DIENST- MÄDCHEN UND SERVIERTÖCHTER / CLAUDIA HEEB-FLECK Ph. Gerster Vaduz Telefon 30 Frau fi • c k, Gasthof" z.Xula", Irleatüiberf;. Sehr geehrte ?rau. 3eck! 3ine Mitteilung, die Sie interessieren wirdi Wir haben eine elektrische Hai-;..:.;in:'c- chins Z..r platte W^auhe[ flett- Tisch-v.m^ha urw. ) aufgestellt. In Zukunft braue ten Sie ihae -Väsche. nur zu waschen, wir h .len sie diinc ab -ind b igeln nach modernster, schonendster Methode; billig *uf. (Tstara Maschine tat eine elektrische Liiemena-?rcto8-Masch'ne, die beete ^nd Leistu.-gsiuhig. te ihrer Art, bei der eine Ee- ochadigung der Wasche vollkoanen yuegeschlo.-;en ist und die eine ganz . . . . •. und an tbere Bdgelung ajeh grosser Sticxe ge^ährleiutet. Wir zeigon Ihnen unsere Heia mangel gern einsial in Betrieb und stehen Ihnen überhaupt in Jedir ge*ünac.iten Aas^unft zur Verfügung. Die Konten f xr Sie sind ganz gerin-, ii? 3rt.parni.i>..e an Zeit, Arbeit und Aerger da- gegen au^eroräentl-ch grocs. Mit • p h. 
uglicher Hochachtung Ottilie Walser geb. Ritter vor dem Hotel Real, Vaduz, um 1936. Der Status des Dienstmäd- chens und der Serviertoch- ter wies grundsätzliche Gemeinsamkeiten auf: Beide lebten im Normalfall mit ihren Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen in Hausgemeinschaft, was für die Arbeitnehmerin meist grosse persönliche Abhän- gigkeit mit sich brachte. Die Stellung der Dienst- mädchen und Serviertöch- ter entsprach denn auch 
meist eher der eines un- mündigen Kindes als der einer eigentlichen Arbeit- nehmerin. Dieses spezielle Abhängigkeitsverhältnis drückt sich schon in der Berufsbezeichnung aus: Dienstmädchen, Servier- tochter. Über das Abhän- gigkeitsverhältnis hinaus verweisen diese familiären Bezeichnungen auf das Provisorische, das diesen Berufen anhaftet (Über- gangsphase bis zur Heirat). 
Brief der Firma Ph. Ger- ster, Vaduz, an Frau Beck, «Gasthof Kulm», Triesen- berg. Der Werbespruch «Wenn die Hausfrau Waschtag hat, Bügelt Gerster alles glatt!» widerspiegelt kaum den liechtensteinischen Alltag, denn in den aller- meisten Haushalten muss- ten die Frauen - auch bei noch so grosser Arbeitsbe- lastung - selber bügeln. 27
        

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