Phase 3 (Probe 59-55) - Abies (Tanne) entwickelt sich. - Alnus (Erle) und Corylus (Hasel) sind nur sehr schwach vertreten. - Pinus (Kiefer) dominiert. - Der Eichenmischwald (Eiche, Linde und Ulme) bewahrt eine gewisse Beständigkeit. - Nichtbaumpollen, vor allem die Cyperaceae (Riedgräser), nehmen ab. Der immergrüne Wald (Pinus und vor allem Abies) breitet sich in den höheren Lagen aus, während diejenigen Cyperaceae (Riedgräser), die an trocke- nen Stellen gedeihen, stark zurückgehen. Phase 4 (Probe 54-51) - Abies (Tanne) und Pinus (Kiefer) nehmen ab. - Alnus (Erle) nimmt leicht zu. - Der Eichenmischwald variiert wenig. - Fagus (Buche) ist schwach vertreten. - Cyperaceae (Riedgräser) nehmen weiter ab. - Phragmites (Schilf) breitet sich stark aus (bis zu 60%). Die Zunahme an Alnus (Erle) und vor allem der sehr hohe Anteil an Phragmites (Schilf) lassen auf eine Ausbreitung der Feuchtzone schliessen. Des weiteren ist eine Entwicklung bei den Nicht- baumpollen (vor allem den Gramineae, den Süss- gräsern) zu beobachten. Im gebirgigen Hinterland nimmt der immergrüne Wald stark ab. Davon ist hauptsächlich die Tanne betroffen. Phase 5 (Probe 50-19) - Die Baumpollen, besonders Abies (Tanne) und Pi- nus (Kiefer), gewinnen leicht an Bedeutung. - Picea (Fichte) ist verhältnismässig gut vertreten. - Unter den Nichtbaumpollen sind die Cyperaceae (Riedgräser) am häufigsten. - Eine abwechselnde Dominanz von Pinus (Kiefer) und von Cyperaceae (Riedgräsern) ist zu beob- achten. - Alnus (Erle) und Corylus (Hasel) sind beide gut vertreten und variieren im gleichen Rhythmus. 
- Fagus (Buche), Quercus (Eiche), Tilia (Linde) und Ulmus (Ulme) durchlaufen entlang dieser Se- quenz eine zyklische Entwicklung. - Gramineae (Süssgräser) sind nicht sehr häufig; sie überschreiten 12 % nicht. - Phragmites (Schilf) ist zwar vertreten, aber in un- regelmässiger Anzahl. - Cerealia (Getreidepollen) erscheinen in Probe 40 und 23. Die Landschaft zeigt zum grossen Teil ein geschlos- senes Bild (dominiert durch die Waldarten). Ein neuerlicher starker Anstieg der Cyperaceae (Riedgräser) bei einem spürbaren Rückgang von Phragmites (Schilf) belegt das Vorhandensein einer Feuchtwiese. Diese konkurriert mit dem Erlenwald. Andere Cyperaceae, die relativ trockene Standorte bevorzugen, besetzen die umliegenden Hänge. Das seltene Vorkommen von Cerealia (Getreide) in Probe 40 und 23 belegt die Existenz von kultivier- tem Land, das jedoch ziemlich weit entfernt von der Stelle der Probenentnahme liegt. Nach einer Schätzung, die von den 
14C-Daten des Profils aus- geht, gehört Probe 40 zeitlich ins Neolithikum, Probe 23 in den Übergang vom Neolithikum zur Frühbronzezeit. Die Getreidepollen belegen eine menschliche Besiedlung für diese beiden Epochen. Auf den Höhen kommt es zu einer neuerlichen Ausbreitung der Nadelbaumgewächse (Abies, Pi- nus und Picea). Phase 6 (Probe 18-4) - Die Baumpollen nehmen zugunsten der Nicht- baumpollen ab. - Diejenigen Nadelhölzer, die Flugpollen besitzen (Abies und Pinus), bleiben die häufigsten. - Alnus (Erle) und Corylus (Hasel) bleiben im Ver- gleich mit der vorhergehenden Phase konstant und variieren fast im selben Rhythmus. - Der Eichenmischwald, vor allem Ulmus (Ulme) und Tilia (Linde), nimmt ab. - Fagus (Buche) bleibt unverändert. - Die Cyperaceae (Riedgräser) expandieren. Ihr Anteil schwankt zwischen 10 und 55%. - Gramineae (Süssgräser) und Phragmites (Schilf) sind schwach vertreten. 262
        

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