ter, ein Nichtwissen einzugestehen. Dies betrifft auch das Verhältnis der Spuren auf dem Lutza- güetli gegenüber den umliegenden Fundstellen, wie dem Krüppel bei Schaan, der nach Ausweis der Münzfunde auch noch im 4. Jh. n.Chr. als Flucht- burg genutzt worden ist. Das Kastell Schaan hat kaum Münzfunde geliefert nach allgemeiner An- sicht, wurde es erst unter Valentinian I. (364-375 n.Chr.) errichtet und könnte so den Krüppel als Siedlungsplatz abgelöst haben. Auch für die Lokalgeschichte dürfte wohl das Rät- sel des Lutzagüetlis erst mit erneuten, wissen- schaftlich-systematischen Grabungen zu lösen sein. Diese können nur Resultate erbringen, wenn diese Fundstelle nun sofort und rigoros vor der weiteren Plünderung und Zerstörung geschützt wird. Dies ist nicht etwa alleinige Aufgabe der Behörden sondern der breiten Öffentlichkeit, die ihre Geschichte erhalten will. 
LITERATURVERZEICHNIS Brem/Hedinger 1990 - Brem Hansjörg; Hedinger Bettina: Neue Münzfunde vom Lutzagüetli. JBL Bd. 88 (1990) S. 170-185. HCC - Robertson, Anne S.: Roman imperial coins in the Hunter Coin Cabinet, Overbeck 1973 - Over- beck, Bernhard: Geschich- te des Alpenrheintals in römischer Zeit auf Grund der archäologischen Zeug- nisse II. Die Fundmünzen der römischen Zeit im Alpenrheintal und Umge- bung. Münchner Beiträge zur Vor- und Frühge- schichte 21 (1973). Overbeck 1982 - Over- beck, Bernhard: Geschich- te des Alpenrheintals in römischer Zeit auf Grund der archäologischen Zeug- nisse I. Topographie, Fundvorlage und histori- sche Auswertung. Münch- ner Beiträge zur Vor- und Frühgeschichte 20 (1982). RIC - Roman Imperial Coinage (10 Bde.). 224
        

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