Protokoll ajfoenomnen in Vaauz OIK 2ä. Dezember 1918. 
Prinz Karl von Liechten- stein (1878-1955), Landesverweser vom 13. Dezember 1918 bis 15. September 1920 SEINS DURCHLAUCHT Prinz Karl von und au iiaoniernt tein hol heute vor den^von 82IMBR DÜRCHLAUOäl aec» regierenden Fürsten utt aer £ntgeg ennuace deinen Sidex uis Landea- uerweaer Beauftragten Freinerrn Leopold von I u n o f nacnstenenden Sia angelegt: *Iah aaawöre irctas aes. Lanaeafüraten, tienorsai* den Gesetzen uns. Beobacniung der Landesverfassung. So wahr mir Oottnelfe *. 4« Protokoll der Vereidigung Prinz Karls von Liechten- stein; 22. November 1918. 
BERICHTE PRINZ KARLS AUS VADUZ Es ist in diesem Zusammenhang aufschlussreich, kurz auf die Beurteilung der politischen Lage in Liechtenstein durch Prinz Karl einzugehen. Dieser war bekanntlich am 6. Dezember in Vaduz einge- troffen. In z. T. recht persönlich gehaltenen Briefen Hess er Fürst Johann und Prinz Franz sen. Lagebe- richte aus Liechtenstein zukommen.102 Am 11. Dezember schrieb er an Prinz Franz: «AUe Liechtensteiner, einschliesslich der 2 Advokaten, betonen ihre Fürstentreue ..., ob aus ideellen oder materiellen Motiven sei dahingestellt.» Karl inter- pretierte die Stimmung gegen Imhof und die fürst- lichen Abgeordneten als «persönliche Pitzeleien» und den 7. November als «Dr. Ritters Rache an der Hofkanzlei». Auch die Ursache für die Stimmung gegen den «armen Imhof» sah Prinz Karl in per- sönlichen Motiven: Imhof habe den Klerus gegen sich aufgebracht wegen «Mangel an Kirchenbe- such» und «wegen der Pompadour des Majors in Feldkirch». Man werfe ihm vor, im Krieg geham- stert zu haben, wodurch Imhof auch für die Bür- gerpartei nicht mehr tragbar gewesen sei. Karl sprach sich aber für eine finanzielle Abfertigung für Imhof aus, da dieser «ausser 3 Kindern» nichts habe. Zudem stehe Imhof turmhoch über den zwei «Gschaftlhubern», welche durch ihren 7. Thermi- dor sehr viel unterbrochen hätten, was Imhof be- gonnen habe. 212
        

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