DER 7. NOVEMBER 1918 RUPERT QUADERER-VOGT stein gestiegen und «bei Belassung der jetzigen Verhältnisse» werde die Unzufriedenheit «mächtig in die Halme schiessen, zum Nachteil für Fürst und Land.»26 Die Missstände, so Ritter, könnten nur ab- gestellt werden, «wenn endlich ein Liechtensteiner an massgebender Stelle die Interessen seines Va- terlandes mit patriotischer Hingabe» betreue.27 16) Ebenda. Ritter hatte 1895 in der Halle der Landesausstellung in Vaduz in angetrunkenem Zustand eine Auseinandersetzung. Vom Landgericht wurde er wegen Vergehens gegen die körperliche Sicherheit zu zwölf Kronen Strafe verurteilt. An den damaligen Landesphysikus Dr. Wilhelm Schlegel schrieb er wegen einer Rechnung eine «Correspondenzkarte injuriösen Inhalts». Als er dafür gerichtlich belangt wurde, leistete er Abbitte. 17) LLA SF Präsidialakten 1 .3/1903/39. 27. Juli 1903, UKW an Regierung. Ebenda/48, 24. November 1903. Notiz In der Maurs: «Ritter wurde von Hofrat Hampe befragt, was er für eine Anstellung anstrebe. Ritters Auskunft: Landesverweser in Liechtenstein; solange In der Maur diesen Posten substituiere, begnüge er sich mit der Stellung eines Kabinettsrates in Wien. Eine Auskunft, die natürlich grossen Heiterkeitserfolg erzielte.» 18) LLA RE 1905/262, 4. Februar 1905, Dr. Ritter an Regierung. 19) Für ihn verwendete sich Pater Ildefons von Liechtenstein, der Ritter von Innsbruck resp. Brixen her gut kannte. (LLA RE 1917/ 3324 ad 2116, 7. August 1917, Prinz Alois an HKW.) Sogar Fürst Johann IL hatte sich für Ritters Wiedereinbürgerung ausgesprochen. (LLA RE 1917/3614 ad 2116, 1. September 1917, HKW an Landesverweser.) 20) Ehefrau Augusta, *1878, sowie die Kinder Friedrich, Margarethe und Christine. 211 LLA RE 1917/4146 ad 2116. 21. Oktober 1917, 0V Mauren an Regierung. 22) LLASF Präsidialakten 1.8/1918/1, 12. Januar 1918. HKW an Regierung. 23) LLASF Präsidialakten 1.8/1918/1, 21. Januar 1918. Imhof-Notiz: «... Anstellung Dr. Ritters ... untunlich erscheinen lassen» (Gericht- liche und Disziplinarstrafen - Vorstrafen seines Vaters wegen schuldhafter Krida - «intriguantes und aggressives Benehmen»). 24) LLA SF Präsidialakten 1.8/1918/21, 20. Dezember 1917. Ritter an Fürst. 25) Ebenda. 26) Ebenda. 27) Ebenda. Im März 1918 suchte Ritter bei der Sparkommission um die Gewährung eines Darlehens von SOO'OOO.- Kronen nach. Ritter wurde laut Auskunft der Bank für Tirol und Vorarlberg als vermö- gend angesehen. Die Credit-Anstalt Feldkirch hingegen gab eine «ausserordentlich ungünstige» Auskunft. Im Verkehr mit dem Ge- nannten sei «grösste Vorsicht zu beobachten». (LLA RE 1918/1287 ad 2113 ad 49, 14. Mai 1918, Credit-Anstalt an Regierung auf Anfrage.) 
Leopold Freiherr von Imhof (1869-1922) Landesverweser vom 1. April 1914 bis 7. November 1918 195
        

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