DAS LIECHTENSTEINISCHE LANDESMUSEUM VADUZ 1972-1992 / NORBERT W. HASLER Abb. 5: Die Lithographie von Eugen Verling zeigt das Liechtensteinische Landesmuseum mit sei- nem markanten Treppen- aufgang auf der Nordseite, der der Renovation in den sechziger Jahren zum Opfer fiel. Die Vorlage zu dieser Lithographie mit der Bezeichnung «Das alte Amtshaus in Vaduz» dürfte aus der Jahrhun- dertwende stammen. ZUR RAUGESCHICHTE DES LANDESMUSEUMS Im Oktober 1992 legte das Technische Büro Peter Albertin, Winterthur, einen Bericht über eine bau- analytische Untersuchung des Museumsgebäudes vor, dem als Kernaussage zu entnehmen ist, dass in dem Gebäude aus dem 15. Jahrhundert noch we- sentlich mehr an historischer Bausubstanz steckt - trotz teilweise massiver Eingriffe beim Umbau in den späten sechziger Jahren für Museumszwecke - als bislang angenommen wurde. Die dendrochro- nologische Untersuchung der Holzbalkendecke, die ebenfalls 1992 durchgeführt wurde, ergab zwei- felsfrei eine Datierung von 1438. In der Sonderbeilage der liechtensteinischen Zei- tungen zur Eröffnung des Landesmuseums schreibt Georg Malin zur Baugeschichte: «Das erste Haus war ein spätgotischer Bau aus der Zeit um 1500. Das Gebäude stand mit der Breite der heutigen Westfassade gegen den Schlossfelsen hin abgetreppt im Steilhang. Der gotische Keller, mit einer Tonne eingewölbt und von Norden zu- gänglich, war im Erdgeschoss die einzige Raum- flucht. Zwei kleine viereckige Fenster, Gewände, Sturz und Sohlbank aus Tuffstein angefertigt, ga- ben dem Keller spärliches Licht. Das gewachsene Terrain lag gegenüber dem heutigen Strassen- niveau mehr als zwei Meter höher, so dass vom heutigen Regierungsgebäude her gegen Norden eine achtbare Bodenwelle lag, die bei unserem Bau den höchsten Punkt erreichte. (Bei späteren 
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'T l Abb. 6: Schon 1972 stand - wie die Skizze des Archi- tekten Hans Rheinberger zeigt - der Einbezug des Verweserhauses als künf- tige Landesmuseumser- weiterung fest. 439
        

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