LIECHTENSTEINISCHES LANDESMUSEUM 1992 Jahresbericht 1992 STIFTUNGSRAT UND MUSEUMSKOMMISSION Der Stiftungsrat des Liechtensteinischen Landes- museums ist im Berichtsjahr 1992 zu drei Sitzun- gen zusammengetreten, um die statutarischen Ge- schäfte zu beschliessen. Eine Sitzung, gemeinsam mit der Museumskommission, war ausschliesslich der prekären Situation der Museumsbauten, in die das Landesmuseum durch eine benachbarte Gross- baustelle sukzessive geführt worden war, gewidmet. Die Museumskommission hat ebenfalls in drei Sit- zungen die Ankäufe und Zuwendungen gutgeheis- sen sowie die Zukunftsperspektiven des Liechten- steinischen Landesmuseums diskutiert. MUSEUMSBESUCHE Infolge der baulichen Schäden, die bereits zu Be- ginn des Jahres 1992 festzustellen waren und im Laufe der Zeit stetig zugenommen haben, konnte der Museumsbetrieb von Anfang an nur noch redu- ziert geführt werden. Gewisse Bereiche mussten teilweise geschlossen werden, auf die Erhebung von Eintrittsgebühren musste im Interesse des Landesmuseums verzichtet werden. Am 23. Juni 1992 wurde das Landesmuseum definitiv geschlos- sen und mit der Evakuierung der Exponate begon- nen, nachdem bereits am 8. und 9. Mai die Fürst- liche Waffensammlung ins Depot auf Schloss Vaduz in Sicherheit gebracht worden war. Nach dem Besucherrekordergebnis des Vorjahres beträgt die Besucherzahl für das Berichtsjahr (bis 23. Juni) 3248 Eintritte. Besonders erwähnt wer- den darf dennoch der Besuch der Regierung des Kantons Uri zusammen mit der Regierung des Für- stentums Liechtenstein vom 2. April 1992 sowie des österreichischen Bundesministers für Justiz, Dr. Nikolaus Michalek, vom 9. April 1992. Ebenso sei der Besuch von zahlreichen Tagungsteilneh- mern der Gesellschaft für Schweizerische Kunstge- schichte erwähnt, die ihre Generalversammlung am 23. und 24. Mai in Liechtenstein abgehalten hat und die von sehen des Liechtensteinischen Landes- museums mitorganisiert wurde. 
TONBILDSCHAUEN Die beiden Tonbildschauen «Von der Steinzeit zum Reichsfürstentum Liechtenstein» und «Das Für- stentum Liechtenstein - Ein Kleinstaat im Wandel der Zeit» konnten im Berichtsjahr durch eine eng- lische und französische Fassung ergänzt werden. Nach Schliessung des Museums wurde die aufwen- dige Audiovisions-Technik des Liechtensteinischen Landesmuseums im Schulungsraum des Regie- rungsgebäudes installiert. Die aktualisierte deutsche Fassung des zweiten Teils der Multivisionsschau erlebte noch im Lan- desmuseum anlässlich des Besuchs der Regierung des Kantons Uri ihre Premiere. SONDEBVEBANSTALTUNGEN Durch die bauliche Situation des Landesmuseums mussten die geplanten Sonderausstellungen «Flech- ten als Bioindikatoren», die in der Zeit vom 6. März bis 12. April in den Parterreräumen vorgesehen war, sowie die grosse Ausstellung zur 650-Jahr- feier der Grafschaft Vaduz, die in der Zeit von An- fang Mai bis Ende Oktober 1992 hätte durchgeführt werden sollen, abgesagt werden. Als letzte Veranstaltung mit Publikum fand am 4. März im Barocksaal des Liechtensteinischen Landesmuseums ein Vortrag von Dr. Reiner Sör- ries, Erlangen und Kassel, über die Fastentücher aus den Sammlungen des Landesmuseums statt. Am 2. April stellte der Historische Verein für das Fürstentum Liechtenstein im Medienraum des Liechtensteinischen Landesmuseums im Rahmen einer Pressekonferenz das Buchprojekt über die Neubearbeitung der Auswanderergeschichte nach Amerika vor. Am 20. Mai folgte eine Presseorientierung der Mu- seumsleitung und der Geschäftsführung der Gesell- schaft für Schweizerische Kunstgeschichte unter Leitung von Dr. Nott Caviezel über die Durch- führung der bevorstehenden Generalversammlung dieser Gesellschaft in Liechtenstein. 421
        

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