Archäologie: Tätigkeitsbericht 1992 Abb. 1: Florinsgasse; Dezember 1992. Archäolo- gische Notgrabung und umfangreiche Tiefbauar- beiten liegen dicht neben- einander. Die Werkleitun- gen konnten verlegt wer- den, ohne die archäologi- schen Befunde zu zer- stören. Im Berichtsjahr waren für die Aufgaben im Bereich Archäologie zwei Mitarbeiterinnen befristet von der Regierung angestellt, 19 Mitarbeiterinnen stan- den - zum grössten Teil temporär - in einem Ver- tragsverhältnis mit dem Historischen Verein. Im März bestellte die Regierung eine Kommission, um Vorschläge zur Neuorganisation der Bereiche Landesmuseum, Archäologie, Denkmalschutz und Kulturgüterschutz auszuarbeiten. Die Kommission kam in mehreren Sitzungen zusammen, sie konnte ihren Auftrag 1992 aber noch nicht zu einem Ab- schluss bringen. Zusätzlich zu den schwerpunktmässig ausgeführ- ten Tätigkeiten der Archäologie - Katalogisierung und Restaurierung der Altfunde, Bauüberwachung und Mitarbeit beim Denkmalschutz -, über die be- reits in den vergangenen Jahren berichtet wurde, und die konsequent weitergeführt wurden, sind im Berichtsjahr folgende Projekte in Angriff genom- men worden: 
GRABUNGEN UND SONDIERUNGEN Vom 13. April bis 22. Dezember wurde in der Florinsgasse in Vaduz im Vorfeld von Tiefbauarbei- ten eine Notgrabung durchgeführt. Dabei konnten Vorgängerbauten zur heutigen Pfarrkirche mit zu- gehörigen Friedhöfen in Teilen freigelegt werden. Interessante Befunde und bedeutende Einzelfunde - z.B. ein spätbronzezeitliches Gefässfragment, eine Gemme der frühen römischen Kaiserzeit und seltene mittelalterliche Münzen - wurden doku- mentiert. Zur Bestimmung der Gebeine der ins- gesamt 55 ausgegrabenen Skelette konnte wieder- um der Anthropologe Dr. H.U. Etter gewonnen werden. Über die ersten Resultate der Notgrabung ist in den Landeszeitungen, im Fernsehen ORF, im Jahrbuch der Schweizerischen Gesellschaft für Ur- und Früh- geschichte und im Mitteilungsblatt der Gemeinde Vaduz mehrfach berichtet worden. An mehreren Begehungen und Besprechungen konnte erreicht werden, dass der geplante Werklei- 406
        

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