WENN DAS WEIZENKORN STIRBT... REZENSION 3. Ein 6-monatüchcr Haut wirtfchaftskuri Fädier: Religion, Erziehungslehre, Privat- und Gefchäftsbriefe, Haushal- tungsbuchführung, Haushaltungskunde, Redinen, Nahrungsmittellehre. Prakt. Übungen: Kochen, Sterilisieren, Gartenbau, Wafchen, Bügeln, Handarbei- ten, Flicken, prakt. Nahen von Herren- und DamenwäTdie, Kinderkleidern etc. Stricken und Sticken, Kinder- und Krankenpflege. J». Ein Handarbcitikuri Den Zöglingen wird überdies noch Gelegenheit geboten zu Privatftunden in MuFik, wie Klavier, Violin, Zither, Guitarre, Mandoline. - Fremd-Sprachen. Der Pensionspreis betragt monatlich Fr. mit Schulgeld. Für Besorgung der Wäfche, Licht und Heizung etc. Fr. pro Monat. Für Benutjung der Mufikinftrumen- te, Schreibmafchinen etc. werden Fr. pro Schuljahr in Anrechnung gebracht. - An Weihnachten und Oftern find je 8 Tage Ferien. - Der Pen- Fionspreis ift jeweils voraus zu bezahlen. - über Auslagen für Schul- und Handarbeitsmaterial, arztliche Behandlung, Bader etc. wird befondere Rechnung geführt. - Die Portoauslagen beftreiten die Zöglinge von ihrem Tafchengeld, das bei der Schwefter Präfektin hinterlegt wird. - Die Korrespondenz unter- liegt der Kontrolle der Leiterin. - Telefongelprädie dürfen nur in fehr drin- genden Fällen geführt werden. - Beim Eintritt find mitzubringen: Tauf- und Heimatfchein oder Reifepaß, Sitten- und Schulzeugnis. Di« nötige Leibwäfdie, Talchentüdier, Servietten und Handtücher, Nadithemden mit langen Armein, 3 wollene Leibchen mit langen Armein, genügend Sommer- und WinterstrümpFe, genügend Sdiuhe, 1 Paar Hausldiuhe, 1 Paar Schnee- oder Gummildiuhe, 2 weiBe 
Servier-Tore 
geöffnet.» - Finanzielle Probleme prägten denn auch in den Jahren des Beginns weitgehend das Verhältnis der Schwestern zum Land und zur Gemeinde Balzers, nicht zuletzt als Folge der all- gemein herrschenden Armut, unter der auch die Öffentlichkeit litt. Schlimmer als die finanziellen Schwierigkeiten wa- ren für die Schwestern ohne Zweifel die leidigen Umstände beim Bau des Klosters in Schaan in der Mitte der Dreissigerjahre, wo nicht nur die uner- freuliche politische Realität des Nationalsozialis- mus die religiöse Gemeinschaft erschreckte, son- dern sich auch clevere «Berater» an den spärlichen Geldmitteln, welche für den Neubau zur Verfügung standen, zu bereichern wussten. Umso erfreulicher ist ohne Zweifel das soziale Engagement, durch welches die nunmehr Schaaner Schwestern in di- rekten Kontakt zur liechtensteinischen Bevölke- rung kamen. Auch wenn in den Schilderungen manches nur angedeutet und allein dem Einsatz der Schwestern Gewicht beigemessen wird, so spürt man doch oft die prekären Situationen finan- zieller und personeller Art in jener Zeit, welche die meist bäuerlichen Grossfamilien bedrückten. Dass die Schwestern noch vor der Gründung der grossen sozialen Hilfswerke in eigener Initiative zur Linde- rung der Not beizutragen versuchten, zeigt den Pio- niergeist jener Jahre. - Pioniergeist prägte aber noch ein weiteres Tätigkeitsfeld: Untrennbar ist das Kloster in Schaan auch mit dem liechtensteini- schen Schulwesen verbunden. In logischer Konse- Ausschnitt aus dem Prospekt des Institutes St. Elisabeth aus den 30er Jahren Musiktag in St. Elisabeth: Friedenstanz 389
        

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