meine geographische Verbreitung, Angaben zum Standort, die Blütezeit und schließlich die Höhen- verbreitung. Diesen Literaturdaten folgen die eige- nen Beobachtungen, welche den Zeitraum 1985- 1990 betreffen. Zuerst werden die nachgewiesenen Vorkommen, gegliedert nach 11 naturräumlichen Einheiten, aufgelistet, dann bekannte Fundorte, auf denen die Art nicht nachgewiesen werden konnte, und letztlich sicher erloschene Fundpunkte angegeben. Das Ergebnis der Recherche wird unter «Bemer- kungen» zusammengefaßt. Neben Hinweisen zu Vorkommen in der Nachbarschaft und Varietäten bzw. kritische Sippen rundet eine Tabelle über die Beobachtungen, gegliedert nach Fundort, Datum der Beobachtung und Populationsgröße die Einzel- portraits ab. Eine farbige Verbreitungskarte und je- weils zwei Farbphotos (Habitus und Detail) veran- schaulichen den Text. Sehr wertvoll sind die auf die Einzelportraits fol- genden Übersichtskapitel besonders reicher Orchi- deenfundplätze mit detaillierter Schilderung, die Verteilung der Arten auf die verschiedenen Stan- dorte (Magerwiesen, Bergwiesen etc.), die Höhen- verteilung und schließlich die Revision der Roten Liste. Zwei Arten wurden in Liechtenstein sicher ausgerottet (Ophrys spegodes, Spiranthes aestiva- lis), eine Reihe ist stark gefährdet. Allerdings wird auch festgehalten, daß einige Arten in den bestehenden Schutzgebieten dauerhafte Po- pulationen besitzen und etwa der Rheindamm auch in Liechtenstein das bekannte Orchideenrefu- gium darstellt. Von 5 Arten wird begründet emp- fohlen, sie neu in die Rote Liste aufzunehmen. 
Das Buch «Orchideen» ist eine ernstzunehmende und gewissenhafte wissenschaftliche Publikation, die Neues bringt, methodisch einwandfrei und in der Darstellung klar und übersichtlich ist. Das ist aber nicht alles. Mit den prachtvollen Bildern, den übersichtlichen Verbreitungskarten und dem gut leserlichen Text erfüllt das Buch einen neuen An- spruch, den man an wissenschaftliche Publikatio- nen immer mehr stellen muß. Es kann sich mit ih- rer Hilfe auch der Laie weiterbilden. Nur so wird letztlich das Eindringen von Naturkenntnis in brei- tere Bevölkerungskreise möglich sein und damit die Basis für mehr Verständnis naturschützerischer und landschaftspflegerischer Massnahmen entste- hen. Den Autoren sei hiemit gratuliert, ebenso aber auch der Liechtensteinischen Regierung für diese Reihe und schließlich das Buch jedem empfohlen, der sich um die Zukunft unseres Lebensraumes Sorgen macht. ANSCHRIFT DES AUTORS Prof. Dr. Georg Grabherr Universität Wien Abteilung Vegetations- ökologie, Naturschutz Althanstrasse 14 A-1091 Wien 386
        

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