GUSTAV RITTER VON NEUMANN FLORIN FRICK Grundriß und Altäre der Canisiuskirche. Giebel und zwischen beiden befinden sich orna- mentale Füllungen, deren vordere das Mono- gramm Christi zeigt, begleitet von symbolischen Tauben. An den Ecken stehen Säulchen, auf wel- chen Adler den Übergang zu Postamenten bilden, welche betende Engel mit ausgebreiteten Flügel tragen. Zwischen diesen und den Giebeln steigt die achteckige Kuppel empor, deren Schrägseiten mit gekuppelten Fenstern durchbrochen sind, während die 8 Ecken des Hauptgesimses grosse Löwenköpfe zieren und die krabbenbesetzten Grate des nun aufsteigenden Pyramidendaches aufnehmen. Eine reiche Krone bildet den Übergang zur Kugel und dem abschliessenden grossen Kreuze. Der Innen- raum ist kuppelartig gestaltet, in einem Schluss- stein endigend. Die Rippen der achteckigen Kuppel stützen sich auf Kapitäle von kleinen Säulchen, die den Übergang ins Achteck bilden, an dessen Ecken Engelsköpfe mit Doppelflügeln die Säulen tragen. 
dem Grundrisse ersichtlich, nach den Emporen und in das 2. Geschoss des Kapellenkranzes, wel- ches als eine Art Kreuzgang den Priestern zum Ge- bete dient. Mit Ausnahme der Mensaplatten, für welche Natur- stein vorgeschrieben ist, sind alle Altäre in Kunst- stein gearbeitet, wobei sich dieses Material beson- ders auszeichnete. Die Krypta oder Unterkirche reicht von der Vierung bis zum Chorschluss der Kirche, enthält also wie diese 3 Apsiden und den Kapellenkranz; sie ist von 6 Eingängen aus zugänglich. Zwei äussere Ein- gänge liegen beiderseits vom Presbyterium; je ei- ner führt zu den Treppentürmchen, während die 98) Der Bautechniker. Centraiorgan für das österreichische Bauwe- sen. Nr. 52 (1903), S. 1145-1146. Der das Presbyterium umgebende Kapellenkranz mit seinen Säulchen, Bögen und rundbogigen, far- big verglasten Fenstern muss jedes Auge erfreuen. Links und rechts führt je eine Wendeltreppe, aus 
Grundriss und Altäre 
Südansicht mit Turmfrag- ment Längsschnitt 331
        

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