prägt. «Schmidt weicht mit Absicht den verfeiner- ten und geschmeidigeren Formen (der Gotik, Anm. d. Verf.) aus, welche dem Höhepunkt des Stils oder gar der Spätgotik angehören; er hält sich an den Stil dort, wo derselbe am derbsten und herbsten ist, damit er ja von seinem Charakter nichts ein- büsse. Daher sein häufiges Zurückgreifen auf die Frühgotik bis zu jenem Punkt, wo sie sich kaum erst vom romanischen Stil losgelöst hat. Daher denn auch seine Vorliebe für massige Rundpfeiler mit Kleeblättern an den Basisecken,... daher fer- ner die einfachste und strengste Anordnung der 
Dienste an den Bündelpfeilern seiner Kirchen- schiffe, sowie die möglichste Vereinfachung des Masswerkes... Deutlichkeit und entschiedener Aus- druck der Konstruktion war für Schmidt die Haupt- sache.»93 In der Schaaner Pfarreigeschichte wurde der Neu- bau sehr sachlich erwähnt: «Die Pläne zur neuen Kirche machte der fürstl. Ar- chitekt Gustav Ritter v. Neumann. Die Aufsicht beim Bau hatte der fürstl. Landestechniker Haupt- mann Peter Rheinberger. An der Spitze des Bauko- mitees stand der um diesen Bau sehr verdiente Hofkaplan Josef Büchel. Den Bau übernahm der Baumeister Fidel Kröner aus Levis. Die Ein- deckungsarbeiten beim Turmdach machten Ri- chard Marte und Josef Lins aus Altenstadt, die Zimmerarbeiten Mathäus und Lorenz Ospelt aus Vaduz, die Spenglerarbeiten Wilhelm Burkhart in Wien, die Schlosserarbeiten Jos. A. Beck in Schaan, die Schmiedearbeiten Josef Frick in Schaan. Die Aufsicht führte Lorenz Hilti. Holz und Stein liefer- ten Wald und Steinbrüche der Gemeinde, den Sandstein der Bruch von St. Margrethen Kt. St. Gal- len, die Hohl- und Turmziegel die fürstl. Ziegelwer- ke in Unterthemenau. Die Glocken C, Es, F, As goss die Firma Grassmaier in Feldkirch. Zu denselben gaben je tausend Gulden Christoph Wanger, Josef Beck und Franz Jos. Heeb. Den Hochaltar schuf der Altarbauer Ruthard in Altenstadt um 1400 fl. Von Privaten (Andr. Bühler, Joh. Hilti, Sophie Hilti, Su- sanna Hepberger und Bischof Battaglia) wurden ca. 600 fl. dazu gespendet. Am 24. Juni 1891 wur- de unter Feierlichkeit das Kreuz auf die Spitze des Turmes gesetzt. Die grosse Glocke mit 24 Kilozent- nern wurde vom Weihbischof Zobl in Feldkirch am 3. Oktober 1894 geweiht. Auch die Kanzel ist von Ruthard und kostete 675 fl. Den schönen Rosen- kranzaltar lieferte die Kunstanstalt Nagel in Inns- bruck für 2880 Kronen.»94 93) Bayer, S. 10. 94) Büchel, Johann Baptist: Die Geschichte der Pfarrei Schaan. JBL 27 (1927), S. 59f. 324
        

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