drei Liechtensteiner Neumann-Kirchen ausserhalb der gewachsenen Siedlungen an landschaftlich do- minanten Stellen. «War eine solche Forderung beim Kirchenbau, der ja seit alters her zur Monumentalarchitektur zähl- te, nicht neu, so trat nun insofern eine Änderung ein, als der Sinn für die alte Typologie des Kirchen- baues verlorengegangen war. Ehedem hat sich eine Pfarrkirche von einer Kathedrale nicht nur durch die Grösse, sondern auch durch ein anderes archi- tektonisches Konzept unterschieden und so den je- weiligen Anforderungen Rechnung tragen können. Nun traten solche Überlegungen in den Hinter- grund. Der Fassungsraum, eine gute Verbindung zwischen Priester und Gemeinde, die Überschau- barkeit des Raumes, Forderungen, die zum Teil schon aus der Gegenreformation erwachsen wa- ren, spielten die Hauptrolle. Daneben wollte man aber auch aus dem historischen Kirchenbau Mittel zur Monumentalisierung übernehmen, wobei es nicht störte, wenn die Elemente nun an ganz ande- ren Bautypen auftauchten, etwa der Umgangschor bei einer schlichten Pfarrkirche. Da solche Motive im 19. Jahrhundert meist ihre ursprüngliche Be- deutung eingebüsst hatten und keinem praktischen Bedürfnis mehr entsprachen, erscheinen sie oft nur noch als Mittel zur Gliederung des Baues, haben also rein künstlerische Funktion.»87 «Im katholischen Kirchenbau des strengen Histo- rismus dominieren mittelalterliche Stilformen, wo- bei man im grossen gesehen eine Aufeinanderfolge neugotischer und neuromanischer Formen beob- achten kann. Zunächst ist es die Neugotik, die 
    

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