GUSTAV RITTER VON NEUMANN FLORIN FRICK Biographische Notizen Über die Person Gustav von Neumann ist sehr we- nig bekannt, Persönliches kann einem Brief aus dem Jahr 1906 entnommen werden. Die nahezu einzige Quelle ist ein von Neumann selbst verfass- ter Lebenslauf und ein Werkverzeichnis aus dem Jahr 1908.1 Weitere Angaben zur Person wie auch zum Werk sind spärlich. Das Todesjahr wurde dem Künstlerlexikon Thieme-Becker2 entnommen, die Angaben zur Todesart entstammen aus verläss- licher mündlicher Quelle. «Gustav Ritter von Neumann, römisch katholisch, geboren zu Wien am 8. Juli 1859, Sohn Weiland des Franz Ritter von Neumann, k.k. Oberbaurat, Ritter der Eisernen Krone und Franz Josef Ordens, absolvierte nach abgelegter Maturitätsprüfung die k.k. Technische Hochschule in Wien und die k.k. Academie der bildenden Künste daselbst. Von letz- terer wurde derselbe durch die Verleihung zweier Staatspreise ausgezeichnet. Im Jahre 1896 zum Ar- chitekten S.D. des regierenden Fürsten Johann von und zu Liechtenstein ernannt, hatte er als solcher sowie als Privatarchitekt während seiner 20jähri- gen Tätigkeit viele Bauten ausgeführt, insbeson- dere viele für kirchliche Zwecke wie dies aus der nachstehenden Zusammenstellung der für kirch- liche Zwecke erbauten Gebäude hervorgeht. Nach Vollendung der Canisius Kirche in Wien wurde obi- ger durch die Verleihung des Franz Josef Ordens und des Kommandeurkreuzes des hl. Gregor Or- dens ausgezeichnet und nach Vollendung der Kir- che in Schottwien zum Ehrenbürger dieser Ge- meinde ernannt.»3 1905 wurde Neumann eine Professur für Hochbau an der Technischen Hochschule in Prag angeboten, welche er nicht annahm. Nach Angaben des fürstlichen Hausarchivs in Wien wurde Neumann 1925 pensioniert. 
1928 ist Gustav von Neumann durch Freitod aus dem Leben geschieden. Der Vater von Gustav von Neumann war der 1881 nob. herzoglich Coburg. Baumeister Franz von Neumann (*1815).4 Die Familie Neumann dürfte demgemäss aus Deutschland stammen und dem niederen Briefadel angehört haben. 1) Schreiben an «Euer Hochwohlgeboren» vom 8.4.1908, HALW. 2) Thieme, Ulrich; Becker, Felix: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Hrsg. Hans Vollmer. Leipzig, 1931, Bd. 25. 3) Siehe En.l. 4) Obermayer-Marnach, Eva: Österreichisches biographisches Lexikon 1815-1950. Hrsg. Österreichische Akademie der Wissen- schaften. Wien, 1978, Bd. 7, S. 91. 297
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.