C.A Rheineck 
BrCg' Übersichtskarte: Besitz und Rechte der Grafen von Werdenberg- Sargans und von Werden- berg-Heiligenberg. Wichtig: Keine räumlich geschlos- sene Territorien; umfasst Besitz (Eigen, Pfänder, Lehen) an Boden, Gütern (Burgen, Kirchen, Gemein- den), Personen und an Rechten (Gerichtsrechte, Bergwerks-, Fischerei-, Jagd- und Alprechte sowie allgemeine Nutzungs- rechte). • Städte, Ortschaften denberg-Vaduzern in der Folge trotz mehrmaligen Versuchen ein entsprechender Übergriff nur an- satzweise gelungen. Das Verhältnis zu den Mont- fortern in Feldkirch und zur Stadt Feldkirch müsste noch sehr viel genauer als bisher überprüft wer- den, sofern dies die lückenhafte und schwer inter- pretierbare Überlieferung überhaupt zulässt. Ein Zusammenhang mit den schweren Erb-Auseinan- dersetzungen92 im Hause Montfort nach 1338 ist in jedem Falle vorhanden. Hartmann urkundete nach 1342 weiterhin 
als graf Hartmann von Werdenberg von Santgansz, selbst in einer in Vaduz ausgestellten Urkunde vom 26. Januar 1351.93 Das schliesst nicht aus, dass ihm die Burg Vaduz als neuer Herrschaftsmittel- punkt diente. Von einem Wohnsitz im Sinne einer heutigen (privaten) Residenz zu sprechen, weckt 
freilich falsche Vorstellungen. Hartmann befand sich offenbar, und das gehört zu den typischen Le- bensformen des Adels (auch) in dieser Zeit, ständig unterwegs. In rasch steigendem Ausmass trug dazu das adlige Solddienstwesen bei. Hartmann und mit ihm andere Werdenberger und Montforter schlössen in den Jahren seit 1348 auffällig viele Dienstverträge ab - zunächst mit dem Grafen von Tirol und dann mit dem Habsburger.94 Solche Adli- ge sassen schon längst nicht mehr als patriarchale Grundherren umgeben von bäuerlichen Hörigen einsam auf ihrer einfachen Burg - sie waren zu Amts- und Solddienst-Unternehmern geworden. Falsch ist aber auch die Vorstellung, mit der Über- nahme durch Hartmann wäre die Herrschaft Vaduz in ihrem äusseren Umfang ein für allemal konso- lidiert gewesen. Bis zu seinem Tode im Jahre 1354 22
        

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