BAUGESCHICHTLICHES ZUR HOFSTÄTTE 46/47 IN TRIESEN / PETER ALBERTIN Einleitung Durch die Abbildung auf der 20-Rappen-Brief- marke der Ausgabe 1978 von Georg Malin hat die historische Hofstätte Nr. 46/47 über die Landes- grenzen hinaus Aufmerksamkeit geweckt (Abb. 2). In exponierter Lage und unübersehbar steht die ge- schlossene Gruppe verschiedener Bauten und Bau- teile im Triesener Oberdorf in der Strassengabe- lung gleich gegenüber der Kirche und lässt eine reichhaltige Entstehungsgeschichte erahnen (Abb. 1). Im September 1985 ersucht uns die Gemeinde Trie- sen als Eigentümerin der beiden Liegenschaften um baugeschichtliche Bewertung der Häuser1 - Nr. 46 ist noch bewohnt, Nr. 47 steht seit Jahren leer, die einstigen Landwirtschaftsbetriebe sind längst aufgegeben worden. Auf unseren Bericht2 hin entscheidet sich der Gemeinderat grundsätz- lich für einen Erhalt der geschichtsträchtigen Bau- ten.3 Nach Räumung des Wohnhauses 46 erhalten wir die Gelegenheit, die Bauten durch punktuelle Entputzungen zu untersuchen und Hölzer dendro- chronologisch zu datieren. Die Arbeiten werden im September und Oktober 1986 durchgeführt, wobei unser besonderes Augenmerk den beiden Wohntei- len gilt, die Ökonomiebauten dokumentieren wir summarisch - sie sind noch mit Gerätschaften überstellt.4 Seite 243: Abb. 1: Westansicht mit Stallscheune und Wohn- haus 46 
Anlässlich der 1989 bis 1991 stattfindenden Um- bauarbeiten mit Abbrüchen und Entputzungen er- halten wir weitere Einblicke in bisher verborgene Bauzeugen.5 Mittlerweile sind die Umbauarbeiten abgeschlos- sen und die Häuser wieder bewohnt; allerdings ist nur das Wohnhaus Nr. 46 erhalten geblieben und bezeugt - sorgfältig restauriert - Beständiges und Vergängliches, mahnt zur Achtung von Zeit und Schaffen. Das Wohnhaus 47 und alle Ökonomie- bauten sind abgebrochen und durch Neubauten er- setzt worden. 1) Brief vom 26. September 1985 des Gemeindebaubüros Triesen 2) Unser Vorbericht per 16. November 1985 an die Gemeindever- waltung Triesen; mit kurzer Darstellung oberflächlich erkennbarer Befunde 3) Gemeinderats-Sitzung vom 14. Januar 1986 und Brief vom 15. Januar 1986 an uns 4) Unser 2. Vorbericht per Oktober 1986 an die Gemeindeverwal- tung Triesen; mit Beschrieb, Plänen, Zeichungen und Photographien 5) Unser Untersuchungsnachtrag per 10. August 1989 an die Gemeindeverwaltung Triesen Abb. 2: Briefmarke der Serie «Bauten», Ausgabe 1978, von Georg Malin 245
        

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