Verknüpfungen mit den Ansprüchen aus dem adli- gen Umfeld - insbesondere in Richtung Montfort- Feldkirch und Werdenberg-Heiligenberg - noch ge- nauer überprüft werden. Sie könnte aber viele der bisherigen Unklarheiten beseitigen. 
VON WERDENBERG ZU BRANDIS: DIE ANFÄNGE EINEB HERRSCHAFT VADUZ Die Burg Vaduz, die Hartmann 1342 zugeschrieben wurde, ist um 1300 von Rudolf II. von Werdenberg- Sargans in ihren Hauptteilen errichtet und wahr- scheinlich durch Hartmann Mitte des 14. Jahr- hunderts baulich ergänzt worden.80 Erstmals am 9. September 1314 urkundete Rudolf II. in Vaduz.81 Am 15. August 1322 verpfändete er unter anderem zehn Saum 
Wein aus dem grossen Weingarten ze Vadutz dem Boke für insgesamt 300 Mark an Vogt Ulrich von Matsch.82 Schliesslich verpfändete er dem Matscher noch im gleichen Jahr auch die Burg Vaduz mit dem dazugehörigen Bau, dem Baum- garten und der Mühle sowie mit allen Leuten in Va- duz und Triesen, 
welche in die stiuran hörnt für 400 Mark.83 Am 2. Februar 1327 verpfändeten die Söhne Heinrich und Hartmann dann nochmals eine Gült von zwölf Saum Wein aus dem Weingar- ten Boke in Vaduz und versprachen, beim allfälli- gen Rückkauf alle obigen Verpfändungen zusam- men zu lösen.84 Wann lösten in der Folge die Werdenberger Grafen das Pfand auf der Burg Vaduz wieder aus? Hat etwa die Summe von 700 Mark, die Hartmanns Bruder Rudolf im März 1338 bei einem Gefange- nentausch für Vogt Ulrich III. von Matsch aufbrach- te,85 damit zu tun? Das bleibt unklar, und nicht ge- nug damit: Ab Ende 1338 scheinen sich die Besitz- verhältnisse bei der Burg nochmals verändert zu haben. In einem Vergleich vom 6. Dezember 1338 in Bendern - nach dem Wortlaut der Urkunde im Zuge der Bereinigungen der Vazer Fehde - zwi- schen Ulrich II. von Montfort-Feldkirch, seinen bei- den Neffen einerseits und Albrecht I. von Werden- berg-Heiligenberg, seinem Sohn Albrecht IL, den Sargansern Hartmann und Rudolf sowie Friedrich von Toggenburg andererseits wurde die Burg Va- duz jetzt Graf Ulrich II. von Montfort-Feldkirch als Leibding überlassen. Nach Ulrichs Tod sollte sie dann wieder an die Brüder Hartmann und Rudolf zurückfallen. Ulrichs Ansprüche wurden mit kei- nem Wort begründet, und überhaupt erscheint der Vergleich als merkwürdig einseitig, siegelten doch 20
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.