Abb. 3: Münzfunde im Al- penrheintal mit Bodensee- pfennigen («Constantien- ses») des 12. und 13. Jahr- hunderts • Schatzfunde • Grabungsfunde T Einzelfunde 
13. Jahrhundert im ganzen Untersuchungsgebiet (Karte Abb. 3); die zeitliche Gliederung der vertre- tenen Typen zeigt zudem, dass die Bodenseepfen- nige ihre Bedeutung im Geldumlauf vermutlich das ganze Jahrhundert hindurch und mit dem «Ewigen Pfennig» (nach 1295) noch bis ins 14. Jahrhundert hinein behalten. Allerdings erlaubt eine Zusam- menstellung der Pfennige allein aufgrund ihrer je- weiligen Prägezeit nur vorsichtige Schlüsse: Der Fund von 
Vaduz 7 macht deutlich, dass gerade die- se Münzen teilweise lange nach ihrer Prägezeit in den Boden gelangt sein können.86 Die Pfennige der Zeit vor etwa 1250 stammen aus wenigen Münzstätten: - Konstanz: Vaduz 7, Vaduz 28, Lauterach 43 tunsicher] - Lindau: Vaduz 7, Lauterach 43 (Abb. 4 b) - Ravensburg: Klaus 3 - Ulm: Vaduz 7 - Kempten: Lauterach 4 Konstanz ist am besten vertreten, gefolgt von Lin- dau; je in einem Fund kommen die Prägungen aus Ravensburg und Ulm vor. Der Fund von Lauterach 4 liefert für Pfennige aus Kempten den einzigen Fundbeleg im Alpenrheintal überhaupt.87 Die Pfennige der Zeit von 1250 bis etwa 1290 stam- men aus insgesamt 8 Münzstätten, darunter sol- chen, die vor 1250 noch nicht existiert hatten (Chur? und Memmingen; unbekannte königliche Münzstätte): - Konstanz: Vaduz 7 (Abb. 4 c, f), 
Bendern 9, Gretschins 15, Mauren 17, Bregenz 36 - Ulm: Vaduz 7 (Abb. 4 d), 
Bendern 9 - Ravensburg: Klaus 3, Vaduz 7 (Abb. 4 e) - Lindau: Vaduz 7 - St. Gallen: Vaduz 7 - Memmingen: Vaduz 7 - Chur (?): Vaduz 7 - Unbekannte königliche Münzstätte: Vaduz 28 Mit insgesamt 5 Fundvorkommen ist wiederum Konstanz am häufigsten belegt;88 Ravensburger und Ulmer Pfennige sind von je zwei Orten be- kannt. Die übrigen Pfennige kommen - mit Aus- 216
        

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