ein örtlicher Zusammenschluss der Winzer zu ei- ner Genossenschaft die geeignete Massnahme. Dr. Rudolf Schädler zählte zu den Gründungsmit- gliedern der 1894 entstandenen Winzergenossen- schaft Vaduz und war eine Reihe von Jahren deren Präsident. Der erste Paragraph der 1902 von der Regierung genehmigten Statuten lautet: «Die Win- zergenossenschaft in Vaduz ist eine freie Vereini- gung von Weinbergbesitzern in Vaduz und hat den Zweck, durch eine rationelle und sorgfältige Pflege des Weinstockes sowie durch strenge Sortierung des Traubengutes einen möglichst guten Wein zu erzielen und denselben gemeinschaftlich in Ver- kauf zu bringen».1253 Schädler selbst lieferte sein Traubengut bei der Winzergenossenschaft ab und bezog das Quantum Wein, das er für Gaflei benö- tigte, wieder von dort. Er pflegte den Wein in den grossen, gewölbten Kellern seines Hauses über den Winter und transportierte ihn dann nach der Schneeschmelze nach Gaflei.126 Dr. Rudolf Schädler stand dem «Landwirthschaft- lichen Verein» bis zum Jahre 1919 vor. Seine Ver-dienste 
um die Entwicklung der liechtensteinischen Landwirtschaft können nicht hoch genug einge- schätzt werden. Den Fortschritten in der Landwirt- schaft verdankt Liechtenstein einen guten Teil sei- ner Prosperität in der Zeit vor und nach der Jahr- hundertwende. DIE LIECHTENSTEINISCHE LANDESAUSSTELLUNG 1895 Im September 1894 wurde in einer Ausschuss- sitzung des «Landwirthschaftlichen Vereins» dar- über beraten, ob und wie man im kommenden Jahr 1895 das zehnjährige Bestehen des Vereins feiern sollte. Man fand, dass die in 10 Jahren er- reichten Fortschritte in der gesamten Landwirt- schaft sich sehr wohl sehen lassen könnten, und beschloss, im Jahre 1895 eine Art Leistungsschau im Rahmen einer Landesausstellung zu veranstal- ten. Die Idee einer Landesausstellung fand auch in der Generalversammlung des «Landwirthschaft- 182
        

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