DR. MED. RUDOLF SCHÄDLER 1845 BIS 1930 RUDOLF RHEINBERGER Qualitätsverbesserung begegnet werden und hier sollte der Hebel angesetzt werden. Von jeher hatten der Export von Vieh, der Verkauf von Obst und Wein am meisten Geld ins Land gebracht und den Bauernstand gestützt. Das Echo auf die beiden Zeitungsartikel Rudolf Schädlers war durchaus positiv, sodass bei einer Zusammenkunft «einer Anzahl Männer aus bei- nahe allen Gemeinden des Landes... allseitig die Notwendigkeit einer landwirthschaftlichen Vereini- gung anerkannt und die Wahl eines Komitees zur Abfassung eines Statutenentwurfes beschlossen wurde.»1138 In dieses Komitee wurden gewählt die Herren Oberlehrer Hinger, Hauptmann Rheinber- ger, Lehrer Ritter, Dr. Rudolf Schädler und Landes- tierarzt Wanger.114 Der «Liechtensteinische land- wirthschaftliche Verein» wurde dann am Sonntag, den 19. Juli 1885 im Schlosssaal in Vaduz gegrün- det.115 Organisation und Gliederung des Vereins waren auf ein reibungsloses Funktionieren ausge- richtet. Vorgesehen war die Aufteilung in folgende Sektionen: erstens Viehzucht, Alpwirtschaft und Futterbau, zweitens Weinbau und drittens Obst- bau. Später kamen dazu eine Abteilung für Bienen- zucht und schliesslich die Abteilung für das Herde- buch. Für jede dieser Sektionen wurde ein Aus- schuss auf jeweils 3 Jahre gewählt. Jede Sektion wählte aus ihrer Mitte einen Obmann. Die zentrale Leitung dieser Sektionsausschüsse hatte der Präsi- dent, der auch Vorstand genannt wurde. Als erster Vorstand wurde Dr. Rudolf Schädler gewählt.116 Er sollte die Geschicke des «Landwirthschaftlichen 108) Alois Ospelt: Wirtschaftsgeschichte. JBL, Bd. 72, S. 148/49. 109) FamARh, R, Sch. Protokoll vom 27. Febr. 1862. 110) FamARh, R, Sch. Prot. d. Ausschusses vom 5. Aug. 1862. 111) FamARh, Sch. 112) LVolksblatt, 8. Mai 1885. 113) S. Hugo Gassner: Festschrift zur Hundertjahrfeier 1885-1985. Vaduz, 1985. 113a) LVolksblatt, 26. Juni 1885. 114) ebd. 115) LVolksblatt, 24. Juli 1885. 116) ebd. 
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