Maria Schädler geborene Marxer als junge Frau 
nannte. Die erste Nummer 0 erschien am 16. Au- gust 1878. Rudolf Schädler stellte sich dann noch 10 Jahre lang bis Ende 1888 dem «Liechtensteiner Volksblatt» als Mitarbeiter zur Verfügung. Ende De- zember 1888 erschien im «Liechtensteiner Volks- blatt» folgende öffentliche Erklärung: «Der Gefer- tigte fühlt sich zu der öffentlichen Erklärung veran- lasst, dass er aus mehrfachen Gründen als Mitar- beiter dieses Blattes zurückgetreten ist. Dr. Rud. Schädler.»99 Welches die «mehrfachen Gründe» waren ist nicht bekannt, doch darf man annehmen, dass sie in Meinungsverschiedenheiten mit dem Redaktor bestanden. ZUR PERSON UND FAMILIE RUDOLF SCHÄDLERS Rudolf Schädler war ein fröhlicher und geselliger Mensch. Er war daher in jeder Gesellschaft ein gern gesehener Gast. Ob da nun über die grosse Politik, über die Schule oder über die Landwirt- schaft gesprochen wurde, überall wurde sein Urteil geschätzt. Er hatte einen ausgesprochenen Gerech- tigkeitssinn und wurde gegenüber anderen nie ver- letzend. Er besass aber auch die Gabe, zuhören zu können, was ihm als Arzt besonders zustatten kam. Auch als Redner war er sehr gefragt. Sein Äusseres war stattlich. Gross gewachsen, hat- te er noch im hohen Alter einen aufrechten Gang. Als Jäger, als Berggänger oder auch für seine stun- denlangen Fussmärsche von Patient zu Patient, suchte er sich immer sportlich fit zu halten. Im Winter, wenn die Binnengewässer gefroren waren, schnallte er oft die Schlittschuhe an, wenn er in Triesen oder Balzers einen Krankenbesuch zu ma- chen hatte. Er hatte das erste Fahrrad im Lande, ein «Velociped» mit grossem Hinterrad, wie es in den Siebzigerjahren gebräuchlich war.100 Rudolf Schädler hatte eine robuste Gesundheit. Nur sein Magen machte ihm in jüngeren Jahren manchmal zu schaffen. Er litt an Magengeschwü- ren und hatte auch mehrere Magenblutungen. Als er einmal auf der Jagd im Alple eine solche Blutung bekam, liess er sich in der Sennhütte ein dickes 176
        

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