persönlichen Ersatz verurteilt wurde. 1854 wurde eine Untersuchungskommission nach Vaduz ge- schickt. In der Folge wurde dem Rentmeister die Verrechnung der Landesgelder abgenommen. Am 1. Oktober 1857 wurde er in Pension geschickt. In seinen letzten Lebensjahren widmete er sich dem Studium der Landesgeschichte und der Geschichte seiner Familie. Rheinberger starb am 25. März 1874. - Bis 1846 gab es keinerlei Klagen über den Beamten Rheinberger. Von den Landvögten Schuppler, Pokorny und Menzinger wurde er stets für seinen Fleiss und seine Diensttreue gelobt und trotz seiner mangelnden Schulbildung als fähiger Rentmeister und Techniker angesehen. Nach 1848 verschlimmerte er durch «Bocken» seine Lage. Der Rentmeister vertrug sich offenbar mit den aus Österreich stammenden Beamten mit zunehmen- dem Alter immer weniger und fühlte sich von ih- nen zurückgedrängt. Johann Peter Rheinberger war zweimal verheiratet. Seine erste Frau war eine Maria Hüte aus Schaan, die offenbar aus einer ver- mögenden Familie stammte. Diese Ehe, aus der drei Kinder hervorgingen, wurde im November 1820 geschlossen und endete mit dem Tod der Ehe- frau im Jahre 1828. 1829 heiratete er Elisabeth Ca- rigiet, die einer angesehenen Bündner Familie ent- stammte. Ihr Vater Laurenz Carigiet war Landam- mann und Kantonsrat in Disentis, ihr Bruder Jakob Anton Carigiet hatte die geistliche Laufbahn be- schritten und war Landesvikar in Schaan und spä- ter residierender Domherr in Chur. Aus dieser Ehe gingen sechs Kinder hervor. Privat wird Rheinber- ger als «ein Mann von strenger rechtschaffener Ge- sinnung, welcher auf pünktliche Hausordnung und strenge Kinderzucht hielt» beschrieben. (Anton Hinger, Josef Rheinberger, Eine kurze Bio- graphie. In: JBL 1903, S. 167) (David und Rudolf Rheinberger, Notizen aus der Zeit und dem Leben unserer Voreltern LLA SF Staatsbeamte «Nationale» vom 30. 12. 1842, Con- duitlisten von 1832 und 1841, LLA RB Fasz. B 3, LLA RC 55/17, 60/14, 65/10 und 69/16) 138
        

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