ANHANG/PAUL VOGT für ein Honorificum, und also nicht für nöthig, dass es auch Nutzen tragen solle - daher wird Niemand zur Zahlung angehalten.» Diese Beurteilung durch einen Beamten der Hofkanzlei führte 1808 auch zur Pensionierung. (Moritz Menzinger, Die Menzinger in Liechtenstein. In: JBL 1913. S. 33 ff. Malin S. 45/46. - Georg Hau- er, Landesbeschreibung 1808. Johann Rheinber- ger: Politisches Tagebuch. In: JBL 1958. S. 227 ff. ) JOHANN MICHAEL MENZINGER wurde am 2. Dezember 1792 in Vaduz als Sohn des Landvogts Xaver Menzinger geboren. Er besuchte das Gymnasium in Feldkirch. Anschliessend stu- dierte er Rechtswissenschaft in Freiburg und Tü- bingen und legte die für die österreichischen k.k. Staaten nötigen Prüfungen in Kriminal- und Zivil- recht ab. Am 25. Januar 1821 begann er seinen Dienst als Auditoriatskandidat im k. k. österreichi- schen Militär, am 1. Dezember 1821 wurde er Au- ditor. 1833 suchte er beim Fürsten um das Amt des Landvogts in Vaduz an, ohne je zuvor in liechten- steinischen Diensten gewesen zu sein. Da das Für- stentum von den fürstlichen Herrschaftsbeamten «als eine Art Exil» (Moritz Menzinger) angesehen wurde, erhielt Menzinger in Erinnerung an seinen Vater diese Stelle. Er wurde auf den 1. Juli 1833 er- nannt, traf aber erst am 5. September in Vaduz ein, wo er am 7. September 1833 vereidigt und den Ge- meindevorstehern und Geistlichen vorgestellt wur- de. 1848 wurde das Amt des Landvogts in Landes- verweser umbenannt. Menzinger wurde am 15. März 1861 pensioniert und zog darauf nach München. Im Mai 1864 übersiedelte er nach Über- lingen am Bodensee, wo er am 5. September 1877 starb. - Menzinger heiratete 1832 Luise Schreiber, die Toch-ter eines k. k. österreichischen Oberarztes Johann Baptist Schreiber. Aus dieser Ehe gingen mehrere Kinder hervor. Menzinger besass offenbar nur wenig Vermögen, er konnte jedenfalls die vor- geschriebene Dienstkaution nicht «ohne besondere Vermögensnachteile» leisten und wurde deshalb 
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