VERWALTUNGSSTRUKTUR UND VERWALTUNGSREFORMEN ANHANG/PAUL VOGT von diesem persönlich bezahlt wurde. Seit dem 1. September 1836 arbeitet er als provisorischer Kanzlist beim Oberamt, auf den 1. Januar 1838 wurde seine Anstellung in eine definitive umge- wandelt, Er litt an «Zehrfieber» und starb am 4. Januar 1844. Bei seinem Tod hinterliess er sechs Kinder. Als Beamter wurde Dünser als treu, schnell und moralisch gelobt, ein besonderer Vorzug be- stand darin, dass er «liechtensteinisch» lesen und verstehen konnte. (LLA SF Staatsbeamte «Nationale» vom 30. 12. 1842 und Conduitliste von 1841. - LLA RC 52/8, 65/10 und 81/13) ANDREAS FALK wurde 1817 als Sohn eines «nicht ganz armen Bau- ersmann» in Vaduz geboren. 1837 wurde er durch das Los ins fürstliche Reservekorps bestimmt, wo er als Schreiber verwendet wurde. Anschliessend besuchte er zwei Jahre die Kantonsschule in Disen- tis und belegte darauf zwei Kurse an der polytech- nischen Schule in München. Er musste aber sein Studium aus Geldmangel unterbrechen und suchte 1844 nach dem Tod Sebastian Dünsers vergeblich um die Kanzlistenstelle an. Falk wurde Lehrer in Schaan. 1849 wurde er in den Landrat gewählt. Beim Oberamt (bzw. Regierungsamt) wurde er seit 1835 wiederholt als Aushilfsschreiber (Diurnist) beschäftigt. Von 1853 bis 1856 wurde er ununter- brochen als Diurnist beim Regierungsamt einge- setzt. Falk wurde schliesslich auf den 1. November 1856 als Amtsschreiber (oder Kanzlist) angestellt. Er hatte Abschriften zu besorgen und die Registra- tur zu führen. Am 1. Januar 1860 wurde er Grund- buchführer. - Falk war Bürger von Schaan und mit Salomea, geb. Walser verheiratet. Die Ehe blieb kinderlos. Verheiratete wurden normalerweise nicht als Amtsschreiber beschäftigt. (Diverse Schreiben in den Fasz. 73/2, 87/31, 99/1 104/277, LLA RC; siehe auch LLA SF Staatsbeamte «Nationale» vom 31. 12. 1860) 127
        

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