Tabelle 1: Aufteilung der Proben nach Fundorten und Zeitstufen Balzers «Foser/ Kaufmann» Eschen «Schneller» 
Stufen n SBZ l(-2) 2(-3) 159 13 33 2 192 15 
48 55 
64 10 ~74 
11 11 
unbe- 7 stimmbar 11 
11 17 DIE SPÄTBRONZEZEIT (TAFEL 1) Die sieben spätbronzezeitlichen Gräber auf dem «Areal Kaufmann» bilden eine vom Inhalt her ge- sehen recht homogene Keramikgruppe. Von den insgesamt 16 innerhalb der Gräber festgestellten Gefässen konnten deren 13 analysiert werden; den restlichen drei konnte wegen ihres Erhaltungszu- standes (zwei waren noch völlig intakt) kein Pro- benverlust zugemutet werden. Auch wenn für statistische Auswertungen dieser Probenumfang gering ist, so lassen sich immerhin bereits hier wichtige Hinweise gewinnen. Sowohl Urnen wie auch Beigefässe scheinen jeweils aus der gleichen Tonmasse getöpfert worden zu sein. Es fällt auf, dass 10 Gefässe (76,9 % der analysier- ten) mit Serpentinit gemagert sind, davon zwei mit monotoner Serpentinit-Magerung und 8 mit kom- plexer Serpentinit-Magerung. Hingegen sind die beiden charakteristisch verzierten Omphalosschäl- chen aus einem anderen Ton gefertigt worden, nämlich das eine mit monoton feiner Gneis-Mage- rung (FL 129) und das andere mit natürlicher Ma- gerung (FL 132). 
Leider verfügen wir trotz der guten Probenserie an spätbronzezeitlicher Keramik aus dem Fürstentum Liechtenstein (Maggetti, Stauffer, Waeber 1982) nur über ungenügende Vergleiche. Der kleine innenver- zierte Teller von Balzers «Gutenberg» (Me 238) hat eine komplexe Serpentinit-Magerung und die Schüssel von Schaan «Krüppel» (Me 323) eine Gneis-Magerung. Keramik mit Serpentinit-Magerung wurde schon 1982 als Produkt der lokalen Keramikfertigung po- stuliert. Dies legen auch die Analysen vom «Areal Kaufmann» nahe, da wir mit gutem Recht anneh- men können, dass hier die lokale Bevölkerung be- stattet worden ist. Es fällt auf, dass verzierte Kera- mik in drei von sieben Gräbern beigegeben worden ist; die vier verzierten Gefässe machen einen Vier- tel aller 16 Gefässe aus. Hatten die früheren Kera- mikanalysen zum Ziel, die Herstellung der inneral- pinen Laugen-Melaun-Keramik zu charakterisieren und damit aus dem Keramikspektrum gewisse Hauptlinien zu verfolgen, so gilt es nun, hier eher das Gesamtspektrum zu erfassen. Aus diesem Grund fällt auf, dass in den Gräbern keine typische Laugen-Melaun-Keramik, aber trotzdem Serpenti- nit-Magerung vorkommt. Lediglich als Einzelscher- be konnten wir einen unverzierten, recht plumpen Henkelkrugfuss bergen. Weitere spätbronzezeitli- che Einzelscherben konnten auf den Arealen «Fo- ser» und «Kaufmann» gefunden werden, doch wa- ren sie meist zu klein, um der Analyse zugeführt werden zu können. 88
        

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