nimmt Katharina Biedermann-Mayer die Liegen- schaft käuflich, und in deren direktem Familien- stamme bleibt sie über fünf Generationen bis heu- te. Die Erbauung des Wohnhauses ist mit 1793/94 dendrochronologisch ermittelt. Als Bauherr kommt einerseits Joseph Hopp in Frage, denn er wird 1809 als Eigentümer verzeichnet; anderseits kommt aber auch ein Mang Biedermann in Be- tracht, denn das Haus trägt im Volksmund den Na- men «s'Mangahuus». Die Rentamtsabrechnungen25 weisen Lieferungen der fürstlichen Ziegelei Nen- deln in Tonwaren und Holz für Bauzwecke aus. Jo- seph Hopp bezieht 1794 4430 Stück Dachziegel, Mang Biedermann 1793 und 1794 diverses Bau- holz, ein Michael Biedermann jung 1792 1000 Stück Dachziegel.26 
Mang Biedermann tritt in den 1790er Jahren auch anderweitig als Käufer in Erscheinung. So liegt ein Kaufvertrag vor, wie er von Franz Joseph Mayer fünf Stück Weinreben in den «Nohen» erwirbt zum Preis von 150 Gulden. «Er hätte diesen Kauf im Na- men seiner Söhne getätigt», steht im Papier. Eine entsprechende Schuldverschreibung vom Novem- ber 1796 zu 150 Gulden von Mang Biedermann und seinen Kindern für Domprobst Christian Jakob von Fliry in Chur nennt folgende Grundstücke als Unterpfand: - ein Stück mager LIeuwuchs in Struben genannt - item ein Stück detto auf der Krissebruck - item ein Stück detto in Nohen - item ein Weingarten in Nohen - item eine Streuemad auf dem Baumried.27 Ein Michael Biedermann2S kauft 1782 von Anna Ma- ria Graf, Tochter des verstorbenen Franz Joseph Graf, verschiedene Grundstücke. Die Umstände, wie die aktuelle Liegenschaft 1814 ins Eigentum der Familie Biedermann gelangt, ist noch nicht klar, insbesondere sind uns die finanziel- len und familiären Hintergründe noch unbekannt. 1808 stirbt Mang Biedermann. Die Witwe seines Sohnes Johann29 und deren Kinder kaufen 1814 von Joseph Hopp das Haus Nr. 12 samt den zugehörigen Grundstücken zu 500 Gulden. Der Kaufvertrag liegt noch vor.23 1829 gelangt die Liegenschaft bis 1880 in gesicherte Hände des Johann Biedermann, viele Jahre Säckel- meister, Ortsrichter und Vorsteher der Gemeinde Schellenberg. In engstem Zusammenhang mit Haus Nr. 12 und der Familie Biedermann steht die südseits angrenzende Liegenschaft Kat. Nr. 371 mit LIaus Nr. 11 der Fami- lie Goop. 1809 gehörten Haus und Güter einem An- dreas Heinrich und dessen Stiefkind Mang Andreas Biedermann, daher im Volksmund noch als «STIeinricha Huus» bekannt. 1816 erwirbt Andreas Biedermann die Liegen- schaft; er ist nebst Johann der zweite Sohn des Mang Biedermann. 1855 übernimmt Ortsrichter und Vorsteher Johann Biedermann auch diese Lie- genschaft. Die Familie Goop heiratet sich 1901/ 1911 ein. 80
        

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