BAUGESCHICHTLICHES ZUM HAUS NR. 12 IN SCHELLENBERG / PETER ALBERTIN DER RLOCKRAU VON 1518 umfasst Erd- und Obergeschoss in kompakter, ein- heitlicher Fügung und ist in seiner Struktur noch weitestgehend erhalten. Die in Nadelholz aus Tan- ne und Fichte handgehauenen Kanthölzer mit Querschnitten von 10 bis 15 Zentimetern über- schneiden sich in den Hausecken mit etwa 10 bis 15 Zentimeter langen Vorstössen, den «Gwettköp- fen». Die Hölzer der Innenwände, das sogenannte «Zwischengwett», durchstossen die Fassaden im Erdgeschoss nur vereinzelt und unregelmässig, im Obergeschoss regelmässig - eine Eigenart spätmit- telalterlichen Bauens.2 Die Lagerfugen sind mit Ei- chendübeln fixiert, die hiezu notwendigen Löcher mittels Löffelbohrer angefertigt. Da der Blockbau aussenbündig auf dem Schwellenkranz aufliegt, stehen die breiteren Schwellbalken raumseits vor, 
darauf mögen ursprünglich die Bodendielen des Erdgeschosses gelegen haben. Als Auflager der Geschossdecken in Stuben und Kammern dienen Nuten in raumseits vorkragen- den breiteren Balken, unterstützt von zwei Unter- zügen im Erdgeschoss und einem im Oberge- schoss, wobei die russfreien Dielen und Unterzüge wohl der Bauetappe III entstammen. Die Bodendie- len der Küchendecke ruhen auf eingespannten Bal- ken. Die Ersterstellung des Blockbaues ist mit den Dendroproben Nr. 30 bis 36, 40, 41, 43 und 45 ver- lässlich auf 1518 datiert. Von der Blockbautechnik abweichend ist im Obergeschoss die Nordwest- wand des Kammerteiles zwischen den Türen als Stabwand geschlossen (Abb. 11). 2) Jost Hösli, S. 45 f. 59
        

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