BAUGESCHICHTLICHES ZUR HOFSTÄTTE HINTER- GASSE 35-37 IN VADUZ / PETER ALBERTIN Die Ursache für die 1854 erfolgte Erhöhung des ur- sprünglichen Dachstuhles mag in der Absicht gele- gen haben, die Legschindeln durch Ziegel zu erset- zen, was eine steilere Dachneigung erfordert.15 13) Hierzulande sind historische Dachgeschosse in der Regel nicht ausgebaut und haben nur als Einstellräume und dem Trocknen von Feldfrüchten, besonders Mais, gedient. 14) Die Art der Stuhlabzimmerung mit seinen angeblatteten Streben repräsentiert barocke Baumanier und erscheint für 1854 als veralte- te Ausführung. 15) Legschindeldächer sind hierzulande die einst übliche Eindek- kungsart, sie weisen geringe Neigungswinkel von 18° bis 24° auf, so dass die nur lose verlegten Bretter nicht abrutschen; zwischen 1730 und 1850 erfolgt das Umdecken auf Biberschwanzziegel, diese ver- langen eine Dachneigung von etwa 36° bis 45°, um nach Regen rasch abtrocknen zu können. Oft treffen wir jedoch bei angepassten historischen Dachstühlen eine «Kompromiss»-Neigung von um 27° an. 
Abb. 46: Dachgeschoss; nordwestliche Giebelmau- er mit älterer Dachschräge und starker Verpechung durch Küchenrauch; Unterlattung für Mais- trocknung 33
        

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