DAS OBERGESCHOSS Die Raumordnung im Obergeschoss ist analog zum Erdgeschoss anlässlich der Hofstättenteilung ent- standen. Der Tradition entsprechend sind Schlaf- kammern untergebracht - und heute noch zweck- entsprechend genutzt, so dass sich unsere Befunde auch hier auf ausschliesslich oberflächliche Beob- achtungen stützen. Die Kammern zu Hintergasse 37 präsentieren sich noch in gut erhaltenem ein- fachstem Innenausbau des 17. bis 19. Jh.. Der Treppenaufgang Raum 21 zu Hintergasse 37 enthält die Stiege von der Stube bis zum Dachge- schoss. Der Raum ist erst mit Teilung der Hofstätte entstanden, die Treppe ersetzt den ursprünglichen Hocheinstieg in R. 22. a) Mauerwerk für Treppenbau stark zurückge- schrotet. b) stichbogige Wandnische zu ursprünglichem Fen- sterchen von 1494 (vgl. Nordwestfassade, Pos. e), durch späteren Wandeinzug Pos. c teilweise ver- deckt (Abb. 42). c) Trennwand R. 21/22 in Sichtfachwerk sekundär eingestellt; über einer mit rohen Steinplatten be- legten Stufe führt eine schlichte, handgehobelte Brettafel-Tür mit geschmiedetem Schloss in die Kammer R. 22 (Abb. 43). Die Kammer Raum 22 zu Hintergasse 37 liegt im Rüfestein-Mauerwerk des Kernbau-Kü- chenteiles und hat wohl ursprünglich die ganze Hausbreite belegt; die Südwestwand, Pos. c ist spä- ter eingestellt worden. d) die Nordwestwand enthält die Wandnischen ei- nes Fensterchens und des Hocheinstieges, beides zum Kernbau 1494 (vgl. Nordwestfassade Pos. c und d), (Abb. 44). 
Die Kammern Raum 23 und 24 zu Hintergasse 37 sind erst mit der Dacherhöhung von 1854 zu voll- wertigen Räumen erhoben und haben bis dahin teilweise unter der Dachschräge gelegen (vgl. Süd- ostfassade); ihr einfachster Innenausbau stammt von 1854. Vom Deckengebälk über den Kammern R. 21 bis 23 ist ein verrusster Spannbaum mit Blattsassen vom ursprünglichen Dachstuhl mit der Probennummer 13 dendrodatiert mit «nicht vor 1486» - also 1494; zwei russfreie Decken-Balken mit den Probennum- mern 27 und 28 ergeben ein Fälldatum Herbst / Winter 1853/54. Die Räume 25, 26, 27 und 28 zu Hintergasse 35 sind um die Mitte unseres Jahrhunderts moderni- siert worden. Historische Strukturen sind verdeckt, insbesondere dürfte in R. 27 hinter der Südwest- wand-Täfelung die ursprüngliche Bohlenständer- wand von 1494 samt zugehörigen Fensterchen noch verborgen sein! In Raum 25 führt die Stiege von der Stube bis ins Dachgeschoss hoch. Abb. 41: Obergeschoss 1:150 mit Eintrag der Befunde 30
        

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