HOCHALTAR DLR EHEMALIGEN KAPELLE IN NENDELN VON IGNAZ JOSEPH BIN / NORBERT W. HASLER Für seinen Sohn Johann Jakob Bin bezahlte der Stadtrat das «Musikalische lehrengelt» zur Erler- nung der Musik beim Schulmeister Scherer, 8 fl. für zwei Jahre.'M> Tragisch war dann auch das Ende des jungen Bild- hauers Ignaz Joseph Bin. Erst 38 Jahre alt. kam er am 6. August 1697 beim grossen Stadtbrand von Feldkirch ums Leben. «Ipse 6. Aug. 1697 in turri majori in cineres exaustus» lautet der Nachtrag in der Trauungsmatrikel von Ignaz Bin.31 Er läutete die grosse Glocke im «Dicken Turm» (Katzenturm). 26) Vgl. Rothen hü usler. Erwin: a.a.O., S. 181. Abb. 172. Der Kunsthi- storiker Dr. Bernhard Anderes. Rapperswil, bestätigt diese meine Ansicht in einem Schreiben vom 9. November 1990. Er sagt dazu: «Die Vermutung, die Orgelmadonna in Piafers sei das Vorbild der in Stein gehauenen Porlalniadonna ist völlig absurd, auch wenn man die Verschiedenheit des Werkstoffs berücksichtigt. Hingegen ist die Vaduzer Muttergottes (= Madonna aus dem Nendler Hochaltar), wie Sie bemerkt haben, stilistisch mit der Pfäferser Orgelniadonna verwandt. Möglicherweise hat der Orgelbauer Matthäus Abbredoris von Rankweil für den Pfäferser Orgelprospekt seinen Landsmann Bin vorgeschlagen, vielleicht auch für seine Orgel nach Thal. 1690, die jetzt restauriert in Neu St. Johann steht. . . . Vom Stil her steht der Künstler Ihrer Madonna zwischen Konstanz (Christoph Daniel Schenck) und Luzern (Job. Ulrich Hartmann), d.h. auf ähnlicher Stufe wie der Rapperswiler Jakob Hunger.» Zudem, so vermutet. Dr. Anderes, könnte die Christoph Daniel Schenck zugeschriebene Rosenkranz-Madonna von Neu St. Johann von Bin stammen. Er schreibt dazu: «Der Verdacht auf Feldkirch kommt auf, weil die Johannes-Statue am Benediktsaltar die Signatur des Johannes Miller. 1721. trägt, der ja Nachfolger in Bios Werkstatt war.» 27) Stadtarchiv Fcldkirch. Ratsprotokoll Hds. 9. fol. 363, 10. Juni 1695 28) Im Staatsarchiv Thurgau findet sich unter 7'32'18 (Schachtel in der Abteilung Kloster Kreuzlingen) in einem Konvolut K 14 die Schrift «Extract . . .» (zur Klostergeschichte) und darin auf S. 25 als Zeugen einer Weihe 1652 aufgeführt «Christopherus Schenck. Johannes Bien (oder Binnl. sculptores». was den Schluss zulässt, die beiden seien in Kreuzlingen tätig gewesen. (Freundliche Mitteilung von Dr. Alfons Raimann, Donkmalpfleger des Kantons Thurgau. mit Schreiben vom 30. Oktober 1990). 29) Stadtarchiv Fcldkirch. Ratsprotokoll Hds. 9. fol. 299. 13. März 1694 301 Stadtarchiv Feldkirch. Ratsprotokoll Hds. 9. fol. 334. 24. Sep- tember 1694 31) Dompfarrami Feldkirch. 24. April 1684 
Abb. 23 und 24: Johann Joseph und Ignaz Joseph Bin, Figuren aus der Kreuzigungsgruppe von Domat/Ems (GR), 1674 275
        

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