VORTRAG ÜBER MALI Am 23. September 1991 hielt Dr. Eric Huysecom, Dozent für afrikanische Vor- und Frühgeschichte an der Universität Genf, vor interessiertem Publi- kum im Landesmuseum einen Vortrag zum Thema: «Mali: Wo Gegenwart und Vergangenheit sich be- gegnen. Eine ethnoarchäologische Mission in Mali, Westafrika». Dr. Huysecom stellte ein Forschungsprojekt vor, das von der Schweizerisch-Liechtensteinischen Stiftung für Archäologische Forschungen im Aus- land (SLSA) und dem Schweizerischen National- fonds getragen wird. MEHRZWECKGEBÄUDE - STUDIENSAMMLUNG, WERKSTÄTTEN Als ein grosser Tag in der Geschichte des Liechten- steinischen Landesmuseums darf der 11. Juni 1991 gelten, an dem die offizielle Einweihung und Über- gabe des neu erbauten Mehrzweckgebäudes in Triesen an die einzelnen Institutionen erfolgte. Nach zahlreichen Provisorien in Vaduz, Triesen, Triesenberg und Balzers und zwei verheerenden Schadensfällen in den Jahren 1985 und 1988 konn- te das Liechtensteinische Landesmuseum im Okto- ber 1990 im neu errichteten Mehrzweckgebäude in Triesen Depot- und Arbeitsräume mit einer Ge- samtfläche von rund 500 m2 beziehen. Im 3. Obergeschoss des Mehrzweckgebäudes befin- den sich ausschliesslich Depoträume für die Studi- ensammlungen des Liechtensteinischen Landes- museums, der Archäologie, der Staatlichen Kunst- sammlung sowie der Naturkundlichen Sammlung. Im Ostteil des Gebäudes, anschliessend an die De- pots des archäologischen Fundmaterials, sind die Lagerräume für die Studiensammlung des Landes- museums untergebracht. Gemeinsam mit der Archäologischen Sammlung wird das sog. Eingangs- und Reservelager mit einer Gesamtfläche von rund 85 m2 genutzt. Der Lager- raum ist in voller Höhe mit Palettenregalen ausge- stattet und dient der kurz- und mittelfristigen Auf-nahme 
von Sammlungen, die - vorgängig einer de- finitiven Lagerung - einer Bearbeitung (Reinigung, Restaurierung, Katalogisierung) bedürfen. Dies verhindert aus konservatorischer Sicht u.a. das Einschleppen von Schimmel, Schädlingen etc. in die restaurierten Bestände. Der Archäologie kann er fallweise zur Aufnahme aktueller zusammen- hängender Grabungskomplexe dienen. Ein Raum von rund 200 m2 Grundfläche mit nor- maler Raumtemperatur und Feuchtigkeit bildet das Hauptdepot der Studiensammlung des Landesmu- seums. Ausgestattet mit Wand- und Palettenrega- len dient er der Aufnahme verschiedener Samm- lungsteile des Museums (volkskundliche, landwirt- schaftliche, historische Objekte etc.). Es handelt sich um all jene Sammlungsobjekte, die im Mu- seum nicht permanent ausgestellt werden können und die zur Lagerung keiner spezifischen Klimati- sierung bedürfen. Anschliessend an dieses Lager folgen zwei klimati- sierte Depoträume. Ein Raum mit rund 100 m2 Flä- che, der ein konstantes Klima von 17 °C und eine relative Luftfeuchtigkeit von 55/60 % aufweist, dient u.a. der Aufnahme von Holzplastiken, -Objek- ten und Leinwandgemälden, während der angren- zende Raum für Materialien (u. a. Metall, Glas) mit geringerer relativer Luftfeuchtigkeit (ca. 45%) be- rechnet ist. Beide Räume, die auch sicherheitstechnisch spezi- ell ausgestattet sind, verfügen über Planschränke, Rollregale und Rollanlagen für Gemälde. Im südseitigen Mittelteil des 2. Obergeschosses be- finden sich die Arbeitsräume des Landesmuseums. Der rund 125 m2 grosse Werkstattraum dient ins- künftig der Restaurierung von volkskundlichen, landwirtschaftlichen und kulturhistorischen Objek- ten des Museums. Dadurch können auch Arbeiten von Fachrestauratoren an Objekten des Liechten- steinischen Landesmuseums in den eigenen Räum- lichkeiten durchgeführt werden, was einen oft auf- wendigen Transport der Objekte erspart und die stete Aufsicht der Museumsleitung gewährleistet. Die Ausstattung der Restaurierungswerkstatt ist derzeit noch nicht abgeschlossen, der Arbeitsbe- reich personell noch nicht besetzt. 238
        

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