LIECHTENSTEINISCHES LANDESMUSEUM 1991 dies ist ein kulturelles Erlebnis und ein Gewinn, den wir aus der Begegnung mit Tibet und seiner Kunst und Kultur ziehen können. Jahrtausendealte Entwicklungen kommen in dieser Kunst und in die- ser Kultur zum Ausdruck. Diese Ausstellung, für deren Zustandekommen ich allen Verantwortlichen in- und ausserhalb des Landesmuseums herzlich danke, insbesondere dem Völkerkundemuseum der Universität Zürich (Dr. Martin Brauen), Herrn Prof. Heinrich Harrer und dem Konservator Norbert Hasler sowie Herrn Hans Peter Gassner, zeigt ein- drücklich den, wie Heinrich Harrer es formuliert, «wirklichkeitsnahen, zeitlosen Atem dieses Volkes, den man in ihren sakralen und profanen Kulturgü- tern verspürt». Besonderen Wert erfährt diese Ausstellung da- durch, dass zu diesem Anlass ein Bildband von do- kumentarisch höchst wertvollen Photos aus der Sammlung von Prof. Heinrich Harrer herausgege- ben wurde. Ich danke dem Repräsentanten des Dalai Lama für seine Grussworte, die wir herzlich erwidern, und bitte, dem Dalai Lama unsere Grüsse zu überbrin- gen. «Tibet in Kunst und Kultur» ist somit mehr als ein Ausflug in eine vielfach unbekannte Welt von Kunst und Kunsthandwerk. Sie ist eine Ausstel- lung, die beeindruckt und nachdenklich macht, die unsere Hochachtung der kulturellen Kraft des tibe- tischen Volkes zum Bewusstsein bringt ebenso wie die Tragik seiner Geschichte. Ich erkläre die Ausstellung «TIBET IN KUNST UND KULTUR» für eröffnet. Ein ausgedehntes Rahmenprogramm mit Vorträ- gen versuchte, Teilaspekte der Ausstellung zu ver- tiefen bzw. in der Ausstellung nicht berücksichtigte Bereiche anzusprechen. So fanden in Zusammen- arbeit mit der Arbeitsstelle für Erwachsenenbil- dung Stein-Egerta in Schaan und dem Bildungs- haus Gutenberg in Balzers eine Reihe von Vorträ- gen statt: Prof. Heinrich Harrer hielt am 14. August 1991 in der Aula des Liechtensteinischen Gymnasiums, ge- wissermassen als Einstimmung auf den Besuch 
S.H. des Dalai Lama in Liechtenstein, einen mit- reissenden Diavortrag zum Thema «Tibet gestern und heute». Am 17. Oktober folgte im Bildungshaus Gutenberg in Balzers ein Diavortrag von Frau Dr. Amelie Schenk, Frankfurt a.M., über «Orakel und Heiler auf dem Dach der Welt». Von hoher wissenschaftlicher Qualität war der Vor- trag von Dr. Martin Brauen am 24. Oktober im Bil- dungshaus Gutenberg zum Thema «Das Tibetische Mandala, Kosmo- und Psychogramm». Am 26. Oktober folgte ein Filmvortrag von Dr. Toni Hagen, Lenzerheide, in der Aula des Gymnasiums in Vaduz: «Flucht aus Tibet. Hilfe für die Tibeter in Nepal und in der Schweiz». Zum Abschluss der Vortragsreihe hielt Tenzin Kal- den vom Tibetischen Zentrum Letzehof in Feld- kirch im Medienraum des Landesmuseums einen Diavortrag über die kurze Zeit zuvor erfolgte Reise in seine eigentliche Heimat Tibet, die er nach 12 Jahren erstmals wieder betreten konnte. Neben diesen Vorträgen konnte das Landesmu- seum dem interessierten Publikum eine reichhal- tige Palette an Fachliteratur anbieten. 233
        

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