Dr. Josef Wolf gehörte von 1965 bis 1989 dem Vor- stand an. Er bekleidete das Amt des Kassiers. Als Leiter des Schulamtes vermittelte er dem Histori- schen Verein namhafte Autoren, dank seiner Initia- tive und seinen wissenschaftlichen Kontakten konnten verschiedene Vorträge und Tagungen von überregionaler Bedeutung in Liechtenstein durch- geführt werden. Adulf P. Goop gehört dem Historischen Verein seit 1941 an und hat sich als Autor und Sammler einen Namen gemacht. Seine Publikationen über Sitte und Brauchtum im Fürstentum Liechtenstein machten ihn weit über unsere Landesgrenzen hin- aus bekannt. Adulf P. Goop hat dem Verein für sei- ne Forschungs- und Publikationstätigkeit immer wieder Förderung und Unterstützung vermittelt. Nach Erledigung des geschäftlichen Teils sprach Prof. Dr. Roger Sablonier, Zürich, aus Anlass des Jubiläums «700 Jahre Schweiz» zum Thema «Die Innerschweiz um 1300». Im Mittelpunkt des Vor- trages standen der innere Aufbau (Adel und Bau- ern) der Gesellschaft des 14. Jahrhunderts und ihre Gemeinschaftsformen (Familie und Genossenschaf- ten). Mit den Ausführungen über «Adel und adelige Herrschaft» setzte der Referent einen weiteren Schwerpunkt und schuf Bezug zu den spätmittelal- terlichen Herrschaftsverhältnissen in unserer Re- gion. An den Sitzungen des 1989 gegründeten «Arbeits- kreises für regionale Geschichte» war der Verein durch Robert Allgäuer und Dr. Alois Ospelt vertre- ten. Dem Arbeitskreis gehören zur Zeit zehn Verei- nigungen an, die zusammen ca. 5000 Mitglieder zählen. Aus Anlass des 100. Jahres seit der Veröf- fentlichung der Sozialenzyklika «Rerum novarum» durch Papst Leo XIII. (1891) organisierte der Ar- beitskreis ein internationales Historikersymposium zum Thema «Die Christlichsozialen». Es fand vom 26.-28. September 1991 in Feldkirch statt. Als Re- ferent beteiligte sich das Vorstandsmitglied Dr. Ru- pert Quaderer, der über «Die Anfänge der Parteien- bildung und die Konservativen in Liechtenstein» sprach. Dr. Alois Ospelt eröffnete die Tagung mit in-teressanten 
Überlegungen zur regionalen Ge- schichtsforschung. Am 15. Dezember 1991 konnte Band 90 des Jahr- buches der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Der Hauptbeitrag, unter dem Titel «... wird das Con- tingent als das Unglück des Landes angesehen» der liechtensteinischen Militärgeschichte von 1814 bis 1849 gewidmet, konnte mit einem zusätzlichen Vorspann auch als Sonderband präsentiert wer- den. Der Autor Dr. Rupert Quaderer hielt aus die- sem Anlass einen Vortrag mit Lichtbildern zum Thema: «Das Liechtensteinische Scharfschützen- kontingent im sozialen und politischen Alltag». Die Veranstaltung, von einem Bläserensemble der Liechtensteinischen Musikschule unter der Leitung von Fürstl. Musikdirektor Josef Frommelt mit ei- gens dafür transkribierten Militärmärschen und Militärsignalen umrahmt, stiess auf grosses Inter- esse und fand allgemein Beifall. In dem von der Fürstlichen Regierung für die Ge- staltung und Durchführung der Anlässe zur Feier des Jubiläums «650 Jahre Grafschaft Vaduz» be- stellten Organisationskomitee ist der Verein mit seinen Vorstandsmitgliedern Robert Allgäuer und lic. phil. Norbert W. Hasler vertreten. Am 1. Oktober 1991 begann Frau lic. phil. Veronika Marxer mit dem Aufbau der Geschäftsstelle des Hi- storischen Vereins. Das Büro befindet sich im Mehrzweckgebäude der Pensionsversicherung für das Staatspersonal des Fürstentums Liechtenstein an der Messinastrasse in Triesen. Die Tauschschrif- tenbibliothek des Vereins, vormals im Verweser- haus in Vaduz, konnte ebenfalls dort untergebracht werden. Vereinsarchiv und Verlagslager werden im Frühling 1992 nach Triesen gezügelt. VEREINSVORSTAND Im Jahre 1991 fanden 8 Vorstandssitzungen statt. Die Vorstands- und Ehrenmitglieder sowie ihre Ge- mahlinnen besuchten am 25. Oktober 1991 das Jü- dische Museum in Hohenems und die Vorarlberger Landesausstellung «Kleider und Leute». Der Aus- flug wurde mit einem kleinen Imbiss abgerundet. 218
        

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