BAUGESCHICHTLICHES ZUR HOFSTÄTTE HINTER- GASSE 35-37 IN VADUZ / PETER ALBERTIN Fürst-Franz-Josef-Strasse 
DAS WOHNHAUS Das zweigeschossige Doppelwohnhaus erscheint in seiner Detailausführung in der Baumanier des 19. Jh. Der Baukörper über breitrechteckigem Grundriss von 11 x 14 m duckt sich gedrungen un- ter ein eher flach geneigtes Satteldach - was dem Habitus des vorigen Jahrhunderts widerspricht und auf ein älteres Baudatum hinweist. Im Innern entspricht das Wohnhaus der hierzulande generell anzutreffenden einfachsten Raumordnung, durch die spätere Zweiteilung des Kernbaues etwas ent- stellt, und erklärt die besonders an den beiden Gie- belfassaden reichhaltigen Befunde. Nebst dem gut erhaltenen historischen Innenausbau des Wohntei- les Hintergasse 37 fallen die beiden tonnenüber- wölbten Küchen besonders auf; sie scheinen eine Eigenheit rätoromanischer Bauten zu sein8 und treten hierzulande nur vereinzelt auf in engstem Zusammenhang mit Aussenaufgängen ins Oberge- schoss. 4) Seit 1990 wird die Schloss-Strasse mit Fürst-Franz-Josef-Strasse benannt 5) Poeschel. Erwin: Die Kunstdenkmäler des Fürstentums Liechten- stein, Basel, 1950, S. 175. 6) Albertin, Peter: Vaduz, Schloss-Strasse 98-100, Baugeschichtliche Untersuchung 1989; unser Untersuchungsbericht vom Oktober 1989, beim Gemeindebaubüro Vaduz und bei der Denkmalschutz-Kommis- sion der Fürstlichen Regierung 7) Albertin, Peter: Vaduz, Schloss-Strasse 99, «Laternserhaus», Bau- geschichtliches Kurzgutachten März 1989, beim Gemeindebaubüro Vaduz 8) Simonett, Christoph: Die Bauernhäuser der Schweiz. Kt. Graubün- den, Bd. I, 1965. 9) Tonnengewölbe über Küchen sind uns zudem bekannt: Schaan, Landstrasse 67; Vaduz, Rotes Haus; entfernt, aber nachgewiesen-. Vaduz, Hotel Löwen; indiziert: Vaduz, Altenbach 26; Triesen Haus 51 Abb. 4: Situation 1:1000 auf Grundlage des amtlichen Katasterplanes, Stand 1989, des Vermessungsbüros H. Frommelt AG in Vaduz 
Abb. 5: Situation der Hofstätte 1:500, mit Bezeichnung der Bauten 13
        

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