Ärztliche Honorarnote aus dem Jahre 1880. Auf einer anderen ärztli- chen Rechnung Dr. Schle- gels aus dem Jahr 1884 findet sich der folgende gedruckte Text: «Um baldige Bereinigung bittet und zu jeder ärztlichen Hilfe ist stets bereit, erge- benster Dr. Schlegel.» hatte den Klosterberuf (Schwester Maxentia) ge- wählt und wurde 85 Jahre alt. Der Sohn David aus erster Ehe war Regierungssekretär in Vaduz und starb mit 66 Jahren an einem Nierenversagen. Aus der zweiten Ehe wurde der älteste Sohn Peter trotz einer chronisch verlaufenden Lungentuberkulose 62 Jahre alt. Er hatte mit 38 Jahren auf Anraten Dr. Schlegels eine mehrere Monate dauernde Kli- makur in Meran gemacht, wo er in Behandlung des damals berühmten Arztes Dr. Tappeiner stand. Er musste, solange er lebte, äusserste Rücksicht auf seine angeschlagene Gesundheit nehmen, was in seinem Beruf als Landestechniker nicht immer möglich war. Sein jüngerer Bruder Josef, welcher ebenfalls 62 Jahre alt wurde, hatte eine chronische indurierende Lungentuberkulose und ausserdem eine tuberkulöse Knochenfistel. Nur durch dau- ernde Rücksichtnahme auf seinen labilen Gesund-heitszustand 
konnte er seine erstaunliche Schaf- fenskraft als Komponist und Lehrer erhalten. Er starb schliesslich an einem Herzversagen, das die Folge der chronischen Lungenaffektion war.36 Ein weiterer Bruder, Anton, von Beruf Buchbin- der, starb an der sogenannten galoppierenden Schwindsucht nach mehreren Blutstürzon mit 39 Jahren. Die Schwester Josefa erlag im 36. Lebens- jahr der «Luftröhrenschwindsucht», wie es im To- tenbuch heisst. Und eine weitere Schwester, Elisa- beth, starb mit 31 Jahren an der «Auszehrung», wie die Tuberkulose auch genannt wurde. Von einem traurigen Schicksal war auch das kurze Leben der jüngsten Schwester Amalie gekennzeich- net. Ihre Leidensgeschichte wollen wir näher verfol- gen, da sie auch Einblick in die Behandlung durch Dr. Wilhelm Schlegel bietet. Sie litt zunächst an ei- 176
        

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