Dr. med. Wilhelm Schlegel w>" *••—1 * mm Wilhelm Schlegel als Student im Alter von 22 Jahren. Lithographie von Johann Jehly 
JUGEND UND STUDIUM Karl Wilhelm Schlegel wurde am 18. November 1828 in Schaan als erstes Kind des Ehepaares Dr. med. Hannibal und Josefa Schlegel geboren.1 Der Vater hatte im Jahr 1825 das Medizinstudium an der Universität Freiburg i. Breisgau mit dem Dok- torat abgeschlossen und im Jahr 1827 mit Josefa Kupferschmied aus Freiburg geheiratet. Seine erste praktische Tätigkeit als Arzt übte Dr. Hannibal Schlegel in Schaan aus, da dort sein Vater ein Haus besass.2 Doch lief die Praxis nicht so an, wie er es sich vorgestellt hatte, und so entschloss er sich im Jahre 1830, die Praxis in Schaan aufzugeben und sich in Klosters niederzulassen, denn in den Tälern Graubündens herrschte zu jener Zeit Mangel an Ärzten. Wilhelm war 
gerade Yk Jahre alt, als er mit seinen Eltern ins Prättigau zog. Dort erhielt er im Verlauf der nächsten Jahre noch 3 Geschwister, mit denen zusammen er aufwuchs.3 In Klosters be- suchte er auch die Volksschule. Jedoch kehrte Vater Hannibal im Jahre 1838 wie- der nach Liechtenstein zurück und liess sich zu- nächst in Vaduz, bald darauf aber endgültig in Schaan nieder. Der kleine Wilhelm war inzwischen zehn Jahre alt geworden und hatte nochmals drei Geschwister bekommen.4 Da der Vater ihn studie- ren lassen wollte, musste er bald das Gymnasium besuchen. Wo er dies tat, konnte ich leider nicht eruieren. Meine Nachforschungen in Feldkirch, Di- sentis, Chur und Schwyz - den nächstgelegenen Mittelschulen - waren ohne Ergebnis. Da Wilhelms Mutter aus Freiburg stammte, wäre es denkbar, dass er dort auch das Gymnasium besuchte und bei den Verwandten seiner Mutter wohnen konnte. Fassbare Angaben über Wilhelm Schlegel erhalten wir erst wieder, als er sich auf das Wintersemester 1847/48 in Freiburg/Br. zur Aufnahme des Medi- zinstudiums immatrikulierte.5 Kurz vorher, im Jah- re 1846 war sein Vater im Alter von erst 44 Jahren gestorben.6 Als Vorstufe zum eigentlichen Medizinstudium ab- solvierte er zunächst das sog. «Philosophicum» an der Philosophischen Fakultät von 1847 bis 1849. Dort waren seine Professoren7: für Geschichte der 170
        

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