ZUR HERKUNFT UND PRODUKTION DER KERAMIK ERGEBNISSE DER MIKROSKOPIE Ein wesentlicher Teil der mikroskopischen Beob- achtungsergebnisse ist in Tab. 12, Seite 160 zusam- mengefasst. Es ergeben sich aus diesen Daten ge- wisse Argumente zur Beantwortung der im Ab- schnitt «Problemstellung» formulierten Fragen. Das Gefüge der Scherben (Kolonne 1): Der seriale Typ (s) enthält die Magerungskörner in allen Grös- sen bis zum maximalen Durchmesser (Nachbarko- lonne 2). Diese Gruppe bildet mit n = 167 (92,2 %) den normalen Gefüge typ. Der hiatale Gefügetyp (h) - es fehlen die mittleren Grössen der Magerungskörner - ist mit 15 (7,8 %) der Proben vertreten (Tab. 13). Jedoch erkennt man Gefüge, die als Übergang zum serialenTyp gelten müssen (FL 137, 138, 141, 158). Der Eindruck des hiatalen Gefüges entsteht vorwie- gend dann, wenn die natürliche Magerung sehr feinkörnig und / oder nur wenig vorhanden ist, also in Scherben mit ± fetter Tonmatrix. Diese Tonmatrix (Kolonne 3) ist für 178 Proben (92,7 %) vom silikatischen Typ (s). Die restlichen 14 Proben mit silikatisch-karbonatischem Ton (sc) führen alle auch karbonathaltige Magerungs-Ele- mente. Dieser auffällige Tatbestand lässt vermuten, dass auch die als silikatisch bezeichnete Tonmatrix 
der sc-gemagerten Proben FL 10, 13, 35, 36, 37, 45, 79, 104 und 117 durchaus karbonatische Kom- ponenten enthalten kann, die aber als schwache Matrix-Anteile der mikroskopischen Analyse entge- hen mussten. Die zugefügte Magerung unserer Scherben wird in Kolonne 4 den Typen silikatisch (s), n = 164 (85,4 %) und silikatisch-karbonatisch (sc) n = 19 (9,9%) zugeordnet. Andere (z.B. rein karbonati- sche) wurden nicht beobachtet. Die natürlich ge- magerten Scherben (n = 9) bleiben hier ausser Be- tracht. Die dominierende silikatische Magerung kann in eine beachtliche Anzahl silikatischer Gesteinsarten gegliedert werden. In der Tab. 12 sind die beobach- teten Gesteins-Fragmente qualitativ unter «zuge- fügte Magerung» auf fünf Kolonnen reduziert, nämlich auf «Gneis fein», «Gneis grob», «Serpenti- nit», «Amphibolit» und «Prasinit» und in den Ko- lonnen als Ergebnis eines sorgfältigen Schätzver- fahrens quantitativ vorgestellt. In dieser übersichtlichen Gruppierung verstecken sich auch manche Varianten eines Gestein-Typs. Das gilt im besonderen für die Gneis-Gruppe. Hier sind die häufigsten Minerale unserer Erdkruste als Gesteins-Fragmente präsent: Quarz und Feldspat in den verschiedensten Korngrössen und mit weite- ren Partnern, vor allem Glimmer, aber auch Horn- blende, Granat, Turmalin. Epidot u. a. Hierbei kann es kaum überraschen, dass auch z. B. schwach metamorphe Sedimente Fragmente des Gneis-Typs liefern. Wir verwenden demnach FL 27 34 83 89 137 138 141 157 158 178 179 184 193 194 195 max 0 2.5 2.8 2.8 2.0 4.5 3.7 6.0 1.7 2.4 2.2 1.9 2.6 1.9 3.2 3.7 Mageruhg Serp Serp Gg Gg Serp Serp Serp Gg Gg Gf Gg Gf . TonS .Serp Gg Tabelle 12: Mikroskopische Analyse der Scherben-Dünnschlif- fe, siehe Seite 160 
Tabelle 13: Maximale Korngrösse und Magerungsgestein der Scher- ben mit hiatalem Gefüge 142
        

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