CHEMISCHE ANALYSE Die Resultate der chemischen Analyse sind in Tab. 9, Seite 154 aufgelistet. Ausgehend von der mikroskopischen Beschreibung (Seite 123 ff.) sind wir hier der Frage nachgegangen, inwieweit die mikroskopische Unterteilung der Liechtensteiner Proben in diverse Magerungstypen auch von der chemischen Seite her bestätigt wird. Im Falle der serpentinitgemagerten Stücke trifft dies eindeutig zu. So heben sich beispielsweise im Ni-MgO-Korrelationsdiagramm (Abb. 9) die 18 che- misch analysierten serpentinitgemagerten Scher- ben durch ihren viel höheren Ni- und MgO-Gehalt klar von der restlichen Keramik ab. Diese 18 Pro- ben liegen dabei auf einer Korrelationsgeraden, wobei die am stärksten gemagerten Fragmente (z.B. FL 7, 111) auch die höchsten und die am schwächsten Gemagerten (z.B. FL 91) die niedrig- sten Ni- und MgO-Werte aufweisen. Auch die untersuchten prasinitgemagerten Proben können in geeigneten Diagrammen (Abb. 10b) von der restlichen Keramik getrennt werden; sie fallen 
durch ihre hohen Titanoxid- und MgO-Werte auf. LIingegen sind die Proben mit Bündnerschiefer-und natürlicher Magerung nur bedingt mittels Korrela- tionsdiagrammen von der grossen Gruppe mit Gneismagerung zu differenzieren. (Abb. 13a, b, Seite 146). Die einzelnen Gneis-Magerungstypen (grob monoton und komplex, fein monoton und komplex) überlappen sich in den diversen Korrela- tionsdiagrammen und sind nicht auseinanderzu- halten. Auch die Herkunft (Areal Foser und Areal Kaufmann vs Schneller) ist chemisch überhaupt nicht diskriminierend; die gneisgemagerten Stücke belegen nämlich für beide Provenienzen dieselben Areale. Die beschriebene chemische Charakterisierung der analysierten Töpferware erlaubt nun die Definition zweier neuer chemischer Referenzgruppen für das Gebiet des Rheintales. Die erste umfasst die 38 gneisgemagerten, die zweite die 18 serpentinit- gemagerten Proben. Eine zusammenfassende Übersicht der chemischen Variabilität bringt die Tabelle 10. 0 4 6 12 16 18 Mg 0 (Gew-'A) Abb. 9: Diagramm Ni-MgO; Punkte = serpentinit-ge- magerte Proben, schraf- fierte Fläche = restliche 47 Keramik-Analysen 136
        

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