So schien es erfolgversprechend, das in der Einlei- METHODIK tung genannte Keramikmaterial vom Südfuss des Runden Büchel / Balzers und eine Vergleichsgrup- Dünnschliffe: pe vom Schneller / Eschen in die bisherigen Unter- von allen gelieferten Scherbenproben: 192 Stück suchungen einzubeziehen; im Mittelpunkt steht von rezenten Flussgeröllen: 33 nunmehr die etwas jüngere Latene-Keramik. von rezenten, gebrannten Tonproben: 16 Mit den verwendeten Untersuchungsmethoden Polarisationsmikroskopie Röntgendiffraktometrie Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA) waren Informationen zu gewinnen über a) Art der Scherbengrundstoffe und ihre Mengen- anteile b) Herstellungsort und -technik c) mögliche Korrelationen zwischen Grundstoff-Pa- rametern und archäologischer Typisierung d) Elemente für die Erstellung von Referenzgrup- pen. 
Modalanalysen: An den Dünnschliffen wurden die Anteile von Ma- trix-, Magerungs - und Porenvolumen mittels stan- dardisiertem Schätzverfahren bestimmt (NUN- GAESSER et al. 1985). Pro Schliff-Fläche lieferten zwischen 6 bis 15 Einzelschätzungen die Grundla- ge der Mittelwertbildung. Probenvorbereitung für chemische und röntgendif- fraktometrische Untersuchungen-, nach Abschleifen der (eventuell kontaminierten) Oberfläche wurden ca. 10 g Scherbenmaterial in ei- ner Wolframkarbid-Mühle fein gepulvert. Die be- nötigte Substanz-Menge schränkte die geeignete Probenzahl auf 49 ein. Röntgendiffraktometrie: Das Röntgendiffraktometer dient zur Bestimmung der Minerale und ihrer relativen Menge: die Rönt- genstrahlung aus einer Röhre (meist Kupfer) trifft als feines Bündel auf eine gepulverte (Gesteins-) Probe. An den Atomlagen (Netzebenen) der Kri- stallbruchstückchen werden die Strahlen gebeugt und es entstehen Reflexe in bestimmten Richtun- gen. Da jedes Mineral seinen eigenen Kristallbau hat, finden sich seine Reflexe stets unter denselben Winkeln. Ein Detektor wird langsam um die Probe gedreht (Abnahmewinkel) und nimmt die Reflexe auf, die über Computer ausgewertet und anschlies- send in Diagrammform oder in Zahlengruppen ausgedruckt werden. 49 Proben wurden bei Standardbedingungen (CuKa, 3-65° 2 0) untersucht. Der Tonmineralge- halt von FL 199 ist mit Texturpräparaten (normal, glykolisiert 60 °C / 24 h und gebrannt 550 °C / 1 h) analysiert worden. 122
        

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