Heibert berichtet hier über den aktuellen Stand im Streit der Gampriner und Eschner sowie über Krö- nungsprunk und gewaltsa- men Tod von Kaiser Leo- pold und König Gustav von Schweden, den «ruchlosen Franzosen» angelastet. Die obersten drei Zeilen der Seite und die ersten paar Zeilen zu 1792 lauten wörtlich: «Damahls seint widerumb alle gambriner auf eine Sei- ten gefallen bis an 7 man, und haben sich erklärt alles mit Eschen zu thei- len.» (. . .) «Von dem 1792isten Jahr. Disses ist abermahl ein er- staunungswürdiges Jahr, dan wir in demselbigen ganz Neüe, und mit erstau- nen anzuhörende Zeitun- gen, vernemen müessen». 
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^/T,^^~~X^^U'^ ~JL*JZf9* i. ' f y\» - 7«A Johann Georg Heiberts Testamentsnachtrag von 1808 und bei seinem Ehevertrag von 1801 umfas- sende Übereinstimmung in den allgemeinen Schriftmerkmalen, nämlich unter anderem in Schriftbild, Schreibdruck, Schreibgeschwindigkeit, Verbundenheit, Richtungscharakter, in Wort- und Zeilenabständen, in Schriftlänge, Schriftgrösse und Schriftweite, Längenunterschied und Längentei- lung, in Reichhaltigkeit von typischen Ligaturen und verzierten Elementen sowie in Gestaltung der Anfangs- und Endzüge.8 Desgleichen ergab sich sehr hohe Übereinstim- mung in den zahlreichen besonderen Schriftmerk- malen, zu denen auch die Schriftdetails gehören. Die Schriftenuntersuchung im Urkundenlabor ist zum Ergebnis gekommen, dass die Handschriften 
ohne Zweifel identisch sind und dass wirklich Jo- hann Georg Heibert die Chronik geschrieben hat.9 Der Chronist ist somit eindeutig identifiziert. ANSÄTZE FÜR DIE HELRERT-FORSCHUNG Ist damit einfach ein irrig überlieferter Autoren- Vorname - bisher Fälschlich Jakob, nun richtig Jo- hann Georg - korrigiert? Nicht ganz so. Es ist das Verdienst der hartnäckig forschenden Eschner Erich Allgäuer und Adolf Meier sowie der Gemein- de Eschen und der Nachfahren Heiberts, dass der Blick erneut auf den Chronisten und die Helbert- Chronik selber gelenkt ist. Jetzt besitzt man näm- lich mehr historisches Wissen über den Verfasser 322
        

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